suchen
Micro und Artega einigen sich

E-Winzlinge können starten

4
1180px 664px
Artega will den Isetta-Klon Karo bereits in diesem Frühjahr auf den Markt bringen.
©

Eigentlich hätte der Microlino längst auf dem Markt sein sollen. Doch ein Rechtsstreit der einstigen Partner Artega und Micro Mobility Systems verhinderte dies. Jetzt planen beide Kontrahenten ihre eigenen Versionen.

Der deutsche Sportwagenhersteller Artega hat jetzt angekündigt, im April 2020 den Elektro-Leichtkraftwagen "Karo" offiziell auf den Markt zu bringen. Damit endet eine über Monate währende Pattsituation zwischen den einstigen Partnern Micro Mobility Systems und Artega, die ursprünglich gemeinsam planten, den zunächst als "Microlino" angekündigten Isetta-Klon entwickeln und produzieren zu wollen.

Artega hatte sich im vergangenen Jahr für einen Alleingang bei Produktion und Vertrieb des mit dem Microlino eng verwandten Karo entschieden. Diesem Vorstoß folgte zunächst ein Rechtsstreit zwischen den Unternehmen, der Ende 2019 in einer außergerichtlichen Einigung mündete. Nach dieser plant Artega nun zusammen mit den Partnern Paragon und Voltabox zeitnah mit der Produktion des Karo zu starten, während Micro zusammen mit der italienischen Firma Cecomp 2021 mit dem Microlino folgen will.

Bildergalerie

Artega nimmt bereits Bestellungen für den Zweisitzer Karo entgegen. Im Frühjahr sollen dann erste Auslieferungen folgen. Abgesehen von 90 km/h Höchstgeschwindigkeit und 200 Kilometer Reichweite werden allerdings noch keine technischen Details zum rein elektrisch angetriebenen Zweisitzer mit der ungewöhnlichen Fronttür genannt. Preise hingegen schon: Demnach wird der Karo "Edition" rund 15.000 Euro netto kosten. Alternativ wird zum Marktstart die limitierte Version "Intro" für rund 18.500 Euro netto angeboten. Damit wird der Karo deutlich teurer als ursprünglich angedacht: 2018 hatte Micro noch einen Netto-Preis von 10.630 Euro für den Microlino genannt.

Das Schweizer Unternehmen Micro hat nach der außergerichtlichen Einigung einen Marktstart des Microlino für 2021 angekündigt. Der neue Partner für Entwicklung und Produktion, das in Turin beheimatete Unternehmen Cecomp, kann unter anderem auf Erfahrungen im Bau von Elektroautos wie dem Bluecar verweisen. Zusammen will Micro einen Microlino 2.0 entwickeln. Technische Details und Preise wurden noch nicht genannt. (SP-X)

Bildergalerie

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Elektroauto:





Fotos & Videos zum Thema Elektroauto

img

Audi e.tron S Prototyp (2021)

img

e.GO Life Concept Cross und Sport

img

Polestar Precept

img

Renault Twingo Z.E.

img

Nikola Badger

img

Honda e (2021)


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Polestar Precept

Nachhaltig bis in den Innenraum

Polestar will nicht nur beim Antrieb "öko" sein. Die neue Reiselimousinen-Studie der Schweden setzt auch beim Interieur auf Nachhaltigkeit.


img
Hyundai und Kia entwickeln neue Automatik

Vorausschauendes Getriebe

Auch eine Automatik kann noch lernen. Das neue Getriebe von Hyundai und Kia analysiert jetzt die Straße.


img
Dienstwagenmanagement per App

"Sinnvolle Funktionen fast im Monatsrhythmus"

Im zweiten Teil des Interviews mit dem Siemens-Flottenverantwortlichen Jürgen Freitag und dem Sixt Mobility Consulting-Chef Christoph von Tschirschnitz geht es um...


img
Podcast Autotelefon

Ein Renault Twingo Z.E. oder zwei Mitsubishi Space Star?

Stefan Anker und Paul-Janosch Ersing unterhalten sich im Autotelefon-Podcast am Telefon über kleine und große Autos und alles, was dazu gehört. Die beiden Journalisten...


img
Europäische Union

Mehr Informationen für Reifenkäufer

Das EU-Reifenlabel soll es künftig auch für runderneuerte Pneus geben. Geplant sind außerdem genauere Vorgaben zur Anbringung der Kennzeichnung sowie Symbole für...