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Porsches Exclusive-Manufaktur

Autoträume in Handarbeit

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Der Porsche 911 Turbo S "Exclusive Series"
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Wenn ein normaler Porsche nicht exklusiv genug ist, hilft der Hersteller gerne weiter. Sonderwünsche werden in der Exclusive Manufaktur erfüllt. Dort entstehen auch die Kleinserien, die Sammler lieben.

Von Wolfgang Schäffer

Der Porsche 911 Turbo S Exclusive Series erstrahlt in einem goldgelben Glanz. Das Modell entstammt der jüngsten Kleinserie, die in der Manufaktur in Stuttgart-Zuffenhausen entsteht. 500 Einheiten wird es geben. Der Netto-Preis liegt bei 218.487 Euro. Eine Summe, die solvente Porsche-Enthusiasten nicht schreckt. Denn die Kleinserie ist bereits verkauft. Die meisten Fahrzeuge gehen in die USA, 97 bleiben in Deutschland. Auf der Straße werden die wenigsten zu sehen sein, den es sind überwiegend Sammler, die sich für diese Modelle entscheiden.

"Diese Autos sehen sicher häufiger Garagen- als Sonnenlicht", weiß Christian Heck, Leiter Vertrieb Sonderfahrzeuge bei Porsche.Dabei ist gerade der Turbo S Exclusive Series eine perfekte Fahrmaschine. Im Vergleich zum bekannten Turbo S konnten die Entwickler die Leistung nochmals steigern – um 19 kW / 27 PS auf 446 kW / 607 PS. Exklusive Karosserieteile und eine extrem hochwertige Innenausstattung tragen außerdem dazu bei, dass diese 500 Elfer ein besonderes Aushängeschild der Manufaktur sind. Fronthaube, Dach, Lufteinlässe, Außenspiegelgehäuse, Seitenschweller, Heckflügel, und hinterer Lufteinlass sind unter anderem aus Carbon gefertigt. Und das wiederum ist zum Teil sichtbar.

Zur Realisation wurde ein aufwändiges Lackverfahren angewendet. Zwischen Lackschicht und Carbon, auf der Karosserie optisch als breiter Doppelstreifen zu sehen, ist nicht der Hauch einer Kante zu spüren. Zeit spielt dabei keine Rolle. Allein die exakte Fertigung der vorderen Haube nimmt 240 Stunden in Anspruch. Mindestens ebenso kunstvoll geht es bei der Beschichtung der 20-Zoll-Felgen zu. Die wird zunächst in Gold, dann darüber schwarz lackiert, ehe mit einem Laser ganz feine Linien der schwarzen Lackschicht weggebrannt werden, um goldfarbene Linien sichtbar zu machen. Fünf Arbeitstage dauert es, bis eine Felge fertig ist.

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Der Doppelstreifen wird im Innenraum an vielen Stellen wieder ins Spiel gebracht. So weisen die mit goldgelben Ziernähten versehenen Ledersitze entsprechende Flächen auf. Die sind perforiert und lassen durch die Struktur ebenfalls einen goldgelben Hintergrund erkennen. Ähnlich ist der Dachhimmel konzipiert. Und auch im Passagierabteil kommt jede Menge Carbon zum Einsatz. Das ist teilweise mit einem Kupferfaden veredelt, um auch hier die farbliche Anpassung an die Grundfarbe des Turbo S Exclusive Series zu erreichen. Da es auch Kunden geben wird, die sich mit dem goldenen Ton nicht anfreunden können, bietet Porsche auch einige andere Farben an. Dann sind die Applikationen angepasst. Lediglich der Schriftzug Porsche Exclusive Manufaktur, der innen vier-und außen einmal zu sehen ist, blitzt immer in Goldgelb auf.

Know-how und erstklassige Handarbeit

Fahrzeuge aus limitierte Kleinserien haben sich in den vergangen Jahrzehnten immer wieder zu außergewöhnlichen Sammlerstücken entpuppt. Zum Beispiel der auf 250 Einheiten begrenzte 911 Spot Classic von 2009 oder der auf 356 Stück limitierte 911 Speedster, der 2010 vorgestellt wurde.

Doch das Know-how und die erstklassige Handarbeit der Exclusive Manufaktur werden auch sonst von vielen Kunden in Anspruch genommen. Seit mehr als 30 Jahren gibt es das Angebot bei Porsche. Einst als Sonderwunschprogramm ins Leben gerufen, hießes später Porsche Exclusive und seit wenigen Wochen nun Porsche Exclusive Manufaktur, um das Thema Handarbeit deutlicher zu betonten. Durchschnittlich 40 Prozent aller Elfer wurden in den vergangenen Jahren hier veredelt. Mit ständiger steigender Tendenz. So verdreifachte sich die Zahl der Mitarbeiter seit 2007 auf nun 180, die gerade neu bezogenen Räumlichkeiten sind zweieinhalb Mal so großwie zuvor.

Nicht immer werden von den Kunden extrem aufwändige Dinge verlangt. Ganz weit oben auf der Liste der Sonderwünsche stehen das Porsche Wappen in den Kopfstützen, Sportabgasanlage, Sport-Endrohre und lackierte Felgen. Doch es gibt auch ganz ausgefallene Optionen, die hier umgesetzt werden können. So hatte ein Kunde den Wunsch, sein Auto in der Farbe eines bestimmten Porzellantellers lackieren zu lassen. Damit die Kunden ihr individuelles Fahrzeug so bekommen, wie sie es sich vorstellen, sind sechs Berater in Stuttgart-Zuffenhausen im Einsatz. Sie zeigen Leder- und Farbmuster, belederte und lackierte Teile oder auch komplette Fahrzeuge. So entsteht nach und nach das maßgeschneiderte Fahrzeug.

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