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Reifengroßhandel

Zahlreiche Fintyre-Töchter melden Insolvenz an

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Großpleite im Reifenhandel
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Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung: Beim Amtsgericht Frankfurt sind mittlerweile Insolvenzanträge für 16 deutsche Gesellschaften des britischen Reifengroßhändlers eingegangen.

Zahlreiche Tochtergesellschaften des Reifengroßhändlers Fintyre Group in Deutschland haben Insolvenz angemeldet. Nach Angaben des Amtsgericht Frankfurt vom Mittwoch wurden entsprechende Anträge für 16 Gesellschaften gestellt. Grund seien Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung, sagte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Miguel Grosser aus der Kanzlei Jaffé. Betroffen sind nach Angaben des Sprechers mehr als 1.300 Beschäftigte.

Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche"darüber berichtet. Den Anfang hatte vergangene Woche den Angaben zufolge die Reifen Krieg GmbH in Neuhof bei Fulda gemacht. Die einzelnen Verfahren laufen als Gruppeninsolvenz. Das ermögliche eine schnellere und leichtere Abstimmung, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters.

Nach einem Bericht der Fachzeitschrift "Gummibereifung" waren Mitarbeiter bereits Ende Januar von der Geschäftsführung darüber informiert worden, dass es "aufgrund von kurzfristig notwendigen Restrukturierungen des Unternehmens" zu einem "aktuell unvermeidbaren Verzug bei der Auszahlung ihrer Löhne und Gehälter" komme.

Aggressives Wachstum

Die Fintyre Group mit Sitz in London gehört der Beteiligungsgesellschaft Bain Capital. Das Unternehmen hatte laut "Wirtschaftswoche" versucht, mit einer aggressiven Wachstumsstrategie zum größten herstellerunabhängigen Reifenhändler Europas aufzusteigen. 2017 wurden die Branchenfirmen Fintyre und Reiff Tyre übernommen. Ein Jahr später folgte die Reifen Krieg Gruppe sowie 2019 RS Exclusiv und TyreXpert. (dpa/rp)

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