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Unfallfreies Fahren

Schutzengel für Seat Leon Cristobal

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Mit dem Seat Leon "Cristobal" zeigt die spanische VW-Tochter wie unfallfreies Fahren funktionieren könnte. Das Auto ist gespickt mit mehr als einem Dutzend elektronischen Assistenten.
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Mit dem Seat Leon "Cristobal" zeigt die spanische VW-Tochter wie unfallfreies Fahren funktionieren könnte. Das Auto ist gespickt mit mehr als einem Dutzend elektronischen Assistenten, sogar ein Alkohol-Tester ist an Bord.

Wann der Märtyrer mit Namen Cristobal wirklich gelebt hat, ist nicht exakt überliefert. Heute gilt der Hüne mit dem Wanderstab als Schutzheiliger der Reisenden. Was lag also näher, seinen Namen jetzt einem Auto zu verleihen, das seine Insassen wie ein Schutzengel behütet. Versteckt in einem normalen Leon zeigt Seat auf dem Mobile World Congress in Barcelona, wie der Traum vom unfallfreien Fahren wahr werden könnte. Dazu wurde der spanische Golf-Ableger mit diversen Assistenzsystemen versehen, die schon auf dem Markt zu finden oder noch Zukunftsmusik sind.

Ablenkung, Müdigkeit, zu schnelles Fahren oder Alkohol am Steuer sind laut Seat verantwortlich für 80 Prozent aller Unfälle. "Hier wollen wir ansetzen und diese Ursachen gezielt bekämpfen", sagt Seat-Präsident Luca de Meo auf der größten Mobilfunkmesse der Welt in Barcelona. Er nennt das weiterentwickelte Projekt das "sicherste Auto der Unternehmensgeschichte", das neben den bekannten aktiven Assistenzsystemen auf sechs bordeigne Apps setzt.

Thema Alkohol: Bevor der Motor gestartet werden kann, muss der Fahrer in ein kleines Gerät pusten, dass ähnlich wie bei einer Polizeikontrolle den Promillegehalt im Blut misst. Liegt er über dem zulässigen Grenzwert, verweigert der Motor seinen Dienst. Ein anderes System gibt während der Fahrt per Sprachausgabe warnende Hinweise. Zum Beispiel über die Geschwindigkeit oder bei wetterbedingten Gefahren. Bei gedrückter Schutzengel-Taste sind alle 15 Fahrhilfen in Betrieb. Dazu zählt auch Bekanntes wie Spurhalteassistent, automatische Notbremsung oder Abstands-Tempomat.

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Kamera überwacht Augen des Fahrers

Mit Hilfe einer App aus Israel mit Namen "eyeSight" werden die Augen des Fahrers per Kamera und Infrarot überwacht. Die im Bereich des Innenspiegels montierten Beobachter überprüfen die Blickrichtung des Lenkers und schließen daraus auf etwaige Unaufmerksamkeit, zum Beispiel durch Übermüdung. Auch die Zahl der Wimpernschläge und die Kopfbewegungen fließen in die Berechnung ein. Bei drohender Gefahr wird nachhaltig akustisch gewarnt. Ein weiteres Extra des Cristobal ist die Verwendung einer Rück-Kamera, deren Bild in den Innenspiegel projiziert wird und die dem Fahrer ein besseres Sichtfeld ohne jeglichen Toten Winkel bietet.

Neu ist außerdem eine Art "Blackbox", die ständig die aktuellen Daten des Seat aufzeichnet, Fotos aufnimmt und diese zusammen mit dem Standort im Falle eines Unfalls an ein vorher festgelegtes Smartphone oder eine Rettungszentrale sendet. So kann schneller Hilfe vor Ort sein. Zu guter Letzt können Eltern von zu Hause aus überprüfen, wo und wie schnell ihre Kinder gerade mit dem Auto unterwegs sind. "Wären die Hälfte aller Autos mit den Systemen des Cristobal ausgestattet, könnte die Zahl der Unfälle um gut 40 Prozent reduziert werden", sagt Seat-Chef de Meo. Welche der innovativen Schutzengel den Weg in die Serie schaffen könnten, darauf will er sich nicht festlegen. (SP-X)

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