Skoda wirbt besonders effizient um Autokäufer. Die tschechische VW-Tochter belegt im Marketing-Ranking der Unternehmensberatung Berylls by AlixPartners den ersten Platz vor Mercedes-Benz. Auf Rang zehn schafft es erstmals der chinesische Hersteller BYD, der damit unter anderem Toyota und Opel hinter sich lässt.
Für die Untersuchung haben die Experten die Werbeausgaben und den Verkaufserfolg von rund 40 Automarken in Deutschland in Bezug gesetzt. Besonders gut schneidet Skoda beim Verhältnis von Werbekosten zu Neuzulassungen ab: Pro verkauftem Neuwagen gab die Marke 2025 rechnerisch rund 100 Euro für Werbung aus. Bei Mercedes waren es zwischen 160 und 175 Euro. BMW und Porsche kamen auf Werte zwischen 100 und 140 Euro.
Skoda Superb Combi iV (Plug-in-Hybrid 204 PS)
Deutlich verbessert hat sich BYD. Der chinesische Hersteller kletterte gegenüber dem Vorjahr von Platz 21 auf Rang zehn. Gleichzeitig sanken die rechnerischen Werbeausgaben pro Neuzulassung von 1.175 auf rund 190 Euro. Hintergrund ist vor allem das starke Absatzwachstum: BYD konnte seine Neuzulassungen in Deutschland 2025 verachtfachen. Auch die ebenfalls aus China stammende Marke MG schneidet bei den Werbekosten gut ab und belegt in dieser Kategorie den fünften Platz.
Große Unterschiede zeigen sich auch darin, wie viele Website-Besuche auf eine Neuzulassung kommen. Bei Cupra waren es rechnerisch 48 Besuche pro Neuzulassung, bei VW 50 und bei Skoda sowie Opel jeweils 55. BYD verbesserte sich hier von 696 auf 125 Besuche.
Die Untersuchung zeigt zudem, dass hohe Werbeausgaben nicht zwangsläufig zu besseren Verkaufsergebnissen führen. So muss Lexus rechnerisch rund 1.200 Euro pro Neuzulassung für Werbung aufwenden, bei Genesis sind es etwa 1.100 Euro. Nach Einschätzung der Experten ist außerdem eine zu starke Konzentration auf Online-Werbung nicht immer sinnvoll. Stattdessen verspreche eine Mischung verschiedener Kanäle Erfolg.
Das Ranking basiert auf geschätzten Werbeausgaben sowie Daten über die Nutzung der Hersteller-Websites. Interne Verkaufs- und Marketingdaten der Autobauer standen den Forschern nicht zur Verfügung. Die Ergebnisse sind daher vor allem als Vergleich zwischen den Marken zu verstehen.