Die Autofahrer in Deutschland müssen für Sprit mancherorts so tief in die Tasche greifen wie noch nie. Nach einer Preisrunde um drei Cent je Liter am Mittwochabend koste der Liter Superbenzin im bundesweiten Durchschnitt je nach Tankstellenmarke rund 1,23 Euro, berichtete heute die "Süddeutsche Zeitung" auf ihrer Internetseite unter Berufung auf die Mineralölkonzerne. Damit wurde der bisherige Höchststand vom 7. April dieses Jahres zumindest bei einigen Mineralölmarken übertroffen. Den Angaben zufolge kostet Dieselkraftstoff bei Esso im Durchschnitt 1,08 Euro je Liter, das entspricht fast dem Höchststand vom Oktober 2004. Bei Aral sehe man mit 1,06 Euro noch etwas Luft bis zur Höchstmarke. Die Unternehmen ermitteln ihre Durchschnittspreise nach verschiedenen Verfahren und haben zudem regional und strukturell unterschiedliche Tankstellennetze, so dass ihre Durchschnittspreise in der Regel abweichen. Ursache für die hohen Preise an den Zapfsäulen sei das anhaltend hohe Niveau der internationalen Energiemärkte. Auch der Beginn der "Driving Season" (Ferienzeit) in den USA führe wie in den Vorjahren zu verstärkter Benzin-Nachfrage aus Nordamerika, weil dort die Raffinerie-Kapazitäten nicht ausreichten. Nach Einschätzung der Mineralölkonzern gibt es keine Anzeichen für eine Entspannung an den Energiemärkten. (rp)
Benzinpreise auf Rekordniveau
Durchschnittlich kostet der Liter Superbenzin 1,23 Euro / Mineralölkonzerne: Keine Entspannung erkennbar