Fuhrparkmanager werden immer mehr zu Mobilitätsmanagern, die dafür Sorge zu tragen haben, dass die Mitarbeiter sicher, pünktlich und komfortabel von A nach B kommen. Und das zudem kostensparend und umweltfreundlich. Zu dieser Schlussfolgerung kommt Dataforce in der aktuellen Studie "Fuhrparkmanagement in deutschen Unternehmen 2011", für die über 400 Fuhrparkverantwortliche befragt wurden. Der größte Bedarf an innovativen Mobilitätslösungen liegt in der Abdeckung kurz-und mittelfristiger Mobilitätslücken, also beispielsweise für Mitarbeiter in der Probezeit oder in zeitlich begrenzten Projekten, die Mobilität erfordern, sowie für die Überbrückung der Lieferzeit für den eigentlichen Dienstwagen. 50 Prozent der Befragten gaben an, dass die kurzfristige Mobilität mittels Poolfahrzeugen gesichert wird. 20,4 Prozent organisieren den zusätzlichen Bedarf an Fahrzeugen bei einem Dienstleister wie einem klassischen Autovermieter, in 6,8 Prozent der Fuhrparks werden Fahrzeuge durch den Leasinganbieter bereitgestellt. Keine Fahrzeuge für Mitarbeiter in der Probezeit oder in befristeter Projektarbeit zur Verfügung stehen in lediglich 22,8 Prozent der befragten Firmen. Vor allem in kleinen Fuhrparks mit weniger als 25 Fahrzeugen wird zu 58 Prozent keine Interimsmobilität gewährleistet. Ferner fragten die Marktforscher auch den Stellenwert der nachhaltigen Fahrzeugwahl ab und ermittelten, dass bei konventionellen Antrieben bereits 20 Prozent der Unternehmen auf einzelne Modelle wegen des zu hohen CO2-Ausstoßes verzichteten. In 2009 lag die Verzichtsquote erst bei 15 Prozent. Ein Blick in die Car Policy offenbart in vielen Fällen noch den Ausschluss alternativer Antriebe: 81 Prozent der befragten Fuhrparkbetreiber schließen Flüssiggas per Car Policy aus. Auch Erdgasfahrzeuge, Hybridantriebe und reine Elektrofahrzeuge haben jeweils in knapp 80 Prozent der Dienstwagenordnungen noch keinen Platz erobert. Insgesamt 20,7 Prozent der befragten Unternehmen haben ihre Dienstwagenfahrer mit einem Eco-Fahrertraining geschult. Vor allem große Flotten wählen diesen Ansatz zur Reduktion des Flottenverbrauchs. (mp)