Mercedes-Benz hat eine groß angelegte Rückrufaktion für zahlreiche Modellreihen gestartet. Grund ist eine fehlerhafte Radbefestigung: Bei den betroffenen Fahrzeugen wurden die Radschrauben nicht mit dem vorgesehenen Drehmoment angezogen.
Im Fahrbetrieb kann sich dadurch der Radverbund lösen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Maßnahme.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: Mercedes-Benz
- Modelle:
A‑Klasse, A‑Klasse AMG, B‑Klasse, C‑Klasse, C‑Klasse AMG, CLA, CLA AMG,
CLE, E‑Klasse, E‑Klasse AMG, EQA, EQB, EQE, EQE AMG, EQS,
G‑Klasse, GLA, GLA AMG, GLB, GLB AMG, GLE, GLE AMG,
S‑Klasse, SL, SL AMG - Produktionszeitraum: 17.11.2022 – 04.12.2025
- Rückrufgrund: Radschrauben nicht mit vorgeschriebenem Drehmoment angezogen
- Risiko: Lösen des Radverbunds während der Fahrt möglich
- Maßnahme: Überprüfung des Radverbunds und ggf. Nacharbeit
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: 2.712
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 2.712
- KBA‑Referenznummer: 16265R
- Hersteller‑Rückrufcode: 4090105
- Status: Rückruf behördlich überwacht
Maßnahme
Mercedes-Benz überprüft bei den betroffenen Fahrzeugen die Radbefestigung. Falls erforderlich, werden die Radschrauben fachgerecht nachgearbeitet und mit dem korrekten Drehmoment angezogen. Erfahrungsgemäß dürfte es sich daher um einen kurzen Werkstattaufenthalt handeln, da lediglich eine Kontrolle und gegebenenfalls eine Nacharbeit an der Radbefestigung erforderlich ist.
Betroffene Fahrzeughalter werden vom Hersteller informiert oder können sich direkt an eine Mercedes-Benz‑Vertragswerkstatt wenden. Für Rückfragen sollte der Hersteller‑Rückrufcode 4090105 bereitgehalten werden.