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Phev-Power

Wie vielfältig die Stellantis-Welt ist, zeigen der Jeep Compass und der Fiat Tipo, die beide speziell bei kleinen Flotten Fans und Anwender finden können.


Datum:
05.07.2021
Autor:
rs
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So ungewohnt einigen die neue Groß-Marke Stellantis bei der Fahrzeugwahl noch erscheint, so vielfältig und traditionsreich sind die Einzelteile des italienisch-französisch-amerikanisch-deutschen Puzzles. Par excellence zeigt sich dies am Jeep Compass. Der Volumenbringer gilt als Paradebeispiel für die stimmige Symbiose aus dem gemeinsamen Technikbaukasten, an dem sich die 14 Marken bedienen (als erstes Jeep-Modell in Europa wird der Compass das autonome Fahren nach Level 2 können) und dem gleichzeitigen Bewahren der eigenen Identität. Echte Offroader, die es bereits vor dem SUV-Boom gab, schätzen den Italo-Amerikaner, der nun als "4Xe" zum Plug-in-Hybriden mutiert. Der heckseitige E-Motor (60 PS) erbringt im Zusammenspiel mit dem 130 oder 180 PS starken 1,3-Liter-Ottomotor die Arbeit. Den kleinen Phev gibt es ausschließlich als Longitude (ab 34.958 Euro), beim Großen stehen Limited (ab 37.059 Euro), S (ab 40.000 Euro) und die Top-Version Trailhawk (ab 40.000 Euro) zur Wahl - ebenso das Sondermodell 80th Anniversary (ab 38.740 Euro).

Jeder dritte Compass wird ein Phev, nur jeder zwanzigste wird ein Diesel sein, so die Prognose. Den 1,6-Liter-Selbstzünder gibt es nun zwar wieder mit 160 PS und elf Gramm weniger CO2 im Normbetrieb, aber eben nur als Handschalter. Was den Phev wohl noch attraktiver machen wird. Aber auch hier gilt die neue Stromer-Regel: Die 11,4-kWh-Batterie muss regelmäßig extern aufgeladen werden. Sonst bleiben die Normverbräuche im Hybridmodus je nach Version zwischen 44 und 47 Gramm pro Kilometer (WLTP) Tagträume. Für Offroad-Fahrten arbeiten Benziner- und Elektromotor im Allrad-Modus zusammen. Sollte die Hochvoltbatterie dabei ihren unteren Ladestand erreichen, sorgt ein zweiter, vom Benziner angetriebener Generatormotor dafür, dass die Hochvoltbatterie immer genug Strom für den E-Motor hat und der 4x4-Antrieb funktioniert.

Schick und digital

Optisch wird der Compass auch als Blickfang im Großstadt-Dschungel geschärft. Das Tagfahrlicht wandert in den Scheinwerfer, der dank LED-Technik schmal gehalten wird und eine Linie mit dem legendären Grill (sieben Lufteinlässe) bildet. Dieses Element wird auch im Cockpit aufgegriffen. Das 10,2 Zoll große Display steht wie ein Fels in der Ebene. Das eigene Infotainment-System namens U-Connect 5 macht den Prozessor schneller, was eine Ultra-HD-Auflösung und ein beim Test gutes Navi ermöglichte. Alle Instrumente sind digital, was Individualisierung bedeutet, nur sind viele Zahlen unnötig klein. Gerade die Infos zum Tempomaten sind nur mit scharfem Blick zu deuten. So genau schaute indes die Verkehrszeichenerkennung nicht immer auf der kurzen Testrunde auf die Infos der passierenden Schilder.

Die Sprachsteuerung (Alexa, die aber auf "Hey, Jeep" hört) gibt es ebenso wie Over-The-Air-Updates. Berührungs-, besser noch kabellos funktionieren jetzt auch Android Auto und Apple Carplay. Auch die Heckklappe braucht wahlweise nur einen Fußkick unter dem Stoßfänger, schon öffnet sie sich. Geschlossen wird sie über eine Taste im Kofferraum.

Kameras für den Offroad-Einsatz

Wer zum Offroad-Modell Trailhawk greift (spezieller Stoßfänger und Unterbodenschutz sowie Fahrmodus "Rock"), kann sich auch im unübersichtlichen Terrain dank der einzeln ansteuerbaren Kameras sehr gut orientieren.

Platz war beim Compass selten ein Thema. Die Mittelarmlehne liegt nun höher, was diesen Stauraum zur echten Alternative werden lässt. Viel Raum zur Entfaltung gibt es auch im Fond für die Mitreisenden. Frei entfalten kann sich nun der Highway-Assist. Per Tastendruck übernimmt er die freie Fahrt, was jeder aber vorher mal ausprobieren sollte. Denn es fühlte sich etwas ruppig an, wenn die Kameras die Umgebung auf der Autobahn abscannen und die Impulse an den Lenk-assistenten geben, die Spur zu halten. Stattdessen meldete der Auffahrwarner öfters Gefahr, wo keine lauerte. Aber hier findet wohl jeder Compass-Fan jene Abstimmung, die zu seinem Fahrstil passt.

Drei gute News noch zum Schluss: Acht Jahre Garantie auf die Batterie sind Standard, aber es gibt auch vier Jahre auf das Fahrzeug - ohne Kilometerbegrenzung. Mit dem Jeep-Wave-Programm sind zudem in den ersten zwei Jahren die Wartungskosten frei. Und: Der Compass wird mittlerweile auch in Melfi gebaut, was die Lieferzeit von sechs auf drei Monate halbiert.

Tipo als Crossover

Etwas unter dem Radar läuft in Deutschland der Tipo. Der kompakte Fiat bietet etwa für Funktionsflotten oder preissensible Gehaltsumwandler viel Auto für sein Geld - und das in drei Erscheinungsformen: als Fünftürer, als Kombi und nun auch als Crossover. Der Neuling genießt vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit und überragt die Limousine um sieben Zentimeter. Der optische Unterfahrschutz rundet das kleine Gefühl von urbaner Unabhängigkeit ab.

Was alle Tipo bereits mit dem stromernden Bestseller 500 gemeinsam haben, ist der Fiat-Schriftzug im überarbeiteten Kühlergrill. Die Voll-LED-Scheinwerfer fügen sich dem Gesamtbild gut ein. Im Interieur sind der Armaturenträger, die Sitze und das Lenkrad neu. Die Assistenten (Abstand, Tempomat) sind rechts über das Lenkrad leicht ansteuerbar. Wie generell der Tipo eine gewisse Unaufgeregtheit ausstrahlt.

Wer ein Navi braucht, der muss mit dem 7-Zoll-Display leben. Empfehlenswert ist das Tech-Plus-Paket (420 Euro) fürs 10,25- Zoll-Display. Hier lotsen Apple Car Play oder Android Auto. Das geht kabellos, während das Handy in der induktiven Ladeschale lädt. In der Business Edition sind zahlreiche Features enthalten. Nimmt man diese im Tipo Kombi, startet die Tour mit dem 100-PS-Otto bei 20.580 Euro, mit dem 95-PS-Diesel sind 22.261 Euro fällig. Der Top-Diesel (130 PS) kostet als Business Edition 23.690 Euro.

Dafür erhält man einen gut überschaubaren Begleiter mit 550 Litern Stauraum, der sich durch das manuelle Umlegen der Sitze zum gut nutzbaren Transportraum entwickelt, in dem die Reisestücke an vier Zurrösen niedergezurrt werden können oder unter dem doppelten Ladeboden Aufenthalt finden. Sparsamer geht's bei den Anschlüssen für die Reisenden zu. Ein USB-Port vorn und hinten sind ein Minimum für die Familienfahrt.

"City Sport" (ab 18.984 Euro) heißt seit Mai eine neue Version, die mit Sportlenkrad, 18-Zöllern, eigenen Farben und Applikationen sowohl die Käufer als auch den Stellantis-Stern zum Strahlen bringen soll und vermutlich auch wird.

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