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Reifen für Elektroautos: Das sind die Vorteile dieser Pneus

Michelin Pilot Alpin 5 - ein Reifen für Elektrofahrzeuge.
© Foto: Michelin

Spezielle Reifen können die Reichweite von E-Autos um bis zu sieben Prozent erhöhen. Doch laut Studie bringen sie auch für Verbrenner Vorteile.


Datum:
10.10.2022
Autor:
Alexander Junk/asp
Lesezeit:
3 min
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Elektroautos stellen besondere Anforderungen an die Reifen: Zum einen sind die Stromer oftmals schwerer als herkömmliche Verbrenner, was Reifen mit höherer Traglast notwendig macht. Continental hat deshalb schon vor rund zwei Jahren die "HL"-Klasse für Reifen eingeführt, welche die hohen Gewichte berücksichtigt. Zum anderen haben E-Autos ein hohes Drehmoment ab dem Start, was sich in schneller abgefahrenen Reifen äußern kann. Das ist nicht nur ein Problem bei der Beschleunigung, sondern macht sich auch bei Kurvenfahrten bemerkbar, da der niedrige Schwerpunkt der Fahrzeuge - bedingt durch die schwere Batterie - für vermeintlich mehr Sicherheit und dadurch höhere Kurvengeschwindigkeiten sorgt.

Reifen für Elektroautos: Reichweite erhöhen

Als wichtigste Eigenschaft müssen die Reifen für die Stromer jedoch auch dabei helfen, die Reichweite der Autos zu erhöhen. Das erreichen die Hersteller, indem sie den Rollwiderstand der Pneus verringern. "Spezielle Reifen für E-Antriebe können einen wichtigen Beitrag für eine höhere Reichweite leisten.

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Gerade bei langen Fahrten bringt dies mehr Komfort", sagt beispielsweise Mark Perbaums, Vertriebschef Erstausrüstung bei Michelin. Mit dem Michelin ePrimacy soll ein E-Auto mit einer angegebenen Reichweite von 450 Kilometern seinen Radius auf rund 480 Kilometer erweitern können, was rund sieben Prozent mehr Reichweite entspricht. So käme das Fahrzeug - abhängig von der Fahrweise - mit nur einem Ladestopp von Paris nach Hamburg (915 Kilometer).

Weniger Rollwiderstand wird durch einen anderen Aufbau des Reifens und eine andere Gummimischung erreicht, beispielsweise durch biegsamere Elastomere und dünnere Gürtellagen. Weniger Rollwiderstand hat darüber hinaus den Vorteil, dass sich dadurch auch die Abrollgeräusche des Reifens reduzieren. Das ist ein Komfortmerkmal in Stromern, wo kein Motorgeräusch vorhanden ist und dadurch Reifengeräusche viel präsenter wahrgenommen werden.

Reifen für Elektroautos: Auch Verbrenner können sparen

In Zeiten steigender Zulassungszahlen von E-Autos haben die Reifenhersteller erkannt, dass hier ein Geschäftspotenzial lauert. "Der Trend beim Pkw-Kauf geht deutlich Richtung E. Für 2030 rechnen wir bei den Neuzulassungen bei mehr als einem Drittel mit batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen", so Perbaums. Deshalb bietet nahezu jeder Pneu-Hersteller in seinem Portfolio ein Reifenmodell an, das zumindest als Energiesparreifen beworben wird. Denn in Zeiten steigender Energie- und Kraftstoffpreise ist so ein Reifen auch gerne an einem Verbrenner gesehen.

Das Problem dabei ist bislang: Kaum jemand weiß, dass es für Elektroautos spezielle Reifen gibt. Das geht zumindest aus einer aktuellen Studie hervor, die im Auftrag von Michelin durchgeführt wurde. Online wurden dabei 5.000 Bundesbürger ab 18 Jahren und 2.500 Autobesitzer über Elektroauto-Reifen befragt.

78,6 Prozent der befragten Teilnehmer sagten, dass ihnen nicht bekannt ist, dass es spezielle Reifen für Elektrofahrzeuge gibt. Gerade mal 17 Prozent haben davon gehört. Erstaunlicherweise sieht es bei E-Auto-Fahrern nicht deutlich besser aus. Hier hat gerade mal die Hälfte von Pneus gehört, die sich speziell für Stromer eignen. Ein fast identisches Bild ergibt sich auf die Frage, ob es bekannt ist, dass E-Auto-Reifen die Reichweite der Stromer erhöhen können: Fast drei Viertel der Befragten haben davon noch nichts gehört, bei den Elektroauto-Fahrern ist es immerhin noch die Hälfte.

In der Studie zeigte sich zudem der Trend, dass E-Auto-Fahrer einen besonderen Wert auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen legen: Fast die Hälfe der Befragten sieht Nachhaltigkeit als eine wichtige Eigenschaft auch beim Kauf von Reifen an.

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