VMF: Restwerte sinken immer weiter

06.02.2009 13:41 Uhr
Discount-Preise: Für gebrauchte Autos bekommen Autoverkäufer so wenig wie noch nie.
© Foto: ddp/Uwe Meinhold

Der Restwert-Indikator des Verband markenunabhängiger Fuhrparkmanagementunternehmen (VMF) hat im Februar einen neuen Tiefststand erreicht. Mit knapp 37,12 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers bekommen Autoverkäufer einer Studie des Verbands zufolge so wenig wie noch nie für ihren Gebrauchten. Demnach sinkt der Restwert eines Fahrzeuges gemessen am Durchschnittspreis der Neuwagen (26.000 Euro) um rund 1.040 Euro. Noch schlechter sehe es bei den Hubraum starken Fahrzeugen wie SUV aus. Diese verlieren laut VMF noch schneller an Wert. Seit Oktober vergangenen Jahres führt der Restwert-Indikator des VMF seine Talfahrt fort und geht um weitere 2,6 Prozentpunkte zurück. "Die Rückgänge werden in einem kürzeren Zeitraum immer höher und ein Ende ist nicht in Sicht", so Michael Velte, Vorsitzender des VMF und Geschäftsführer der Deutschen Leasing Fleet. "Eine so alarmierende Situation gab es bisher nicht. Wer jetzt noch mit falsch kalkulierten Restwerten oder künstlichen Herstellersubventionen versucht, die Leasingraten aufzuhübschen und den Verkauf anzukurbeln, der tut sich selbst, aber vor allem auch den Kunden und dem Markt keinen Gefallen." Für 2009 prognostiziert der Kraftfahrt-Verband, dass die Preise für Neuwagen durch "Downsizing" um weitere 500 Euro auf durchschnittlich 25.500 Euro sinken. (sb)

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