Das E-Auto hat im deutschen Firmenflottenmarkt erstmals alle anderen Antriebsarten überholt. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 30 Prozent der Neuzulassungen im sogenannten relevanten Flottenmarkt auf reine Elektroautos, nach 24 Prozent im Gesamtjahr 2025. Das geht aus einer Studie von Dataforce hervor. Nicht als relevant berücksichtigt werden dabei Hersteller- und Händlerzulassungen sowie Fahrzeuge von Autovermietern.
Besonders weit ist die Umstellung auf E-Mobilität bei großen Fuhrparks fortgeschritten. Von den im Rahmen der Studie befragten Unternehmen mit mindestens 50 Pkw haben 94 Prozent bereits wenigstens ein Elektroauto im Bestand. Bei Flotten mit weniger als zehn Fahrzeugen sind es 42 Prozent.
Wichtigster Grund für den Umstieg ist die Wirtschaftlichkeit. Von den Unternehmen, die bereits Elektroautos nutzen oder deren Anschaffung planen, nennen 74 Prozent Kostenersparnisse als Treiber. Insgesamt bewerten 59 Prozent der Fuhrparkverantwortlichen die Gesamtkosten eines Elektroautos günstiger als die eines Verbrenners, 21 Prozent sehen Nachteile.
Als Pluspunkte gelten vor allem niedrigere Energie-, Steuer- und Wartungskosten. Unternehmen ohne Elektroautos nennen Reichweite und notwendige Routenanpassungen als wichtigstes Gegenargument, gefolgt von Kosten und Ladezeiten. Bei den Kosten stehen Anschaffungspreise und Leasingraten vor unsicheren Restwerten und den Ausgaben für eigene Ladepunkte.
Top Ten Flottenzulassungen Juni 2026
Bei der Fahrzeugwahl dominieren weiterhin Hersteller aus deutschen Konzernen: Auf sie entfielen 73 Prozent der Elektro-Neuzulassungen im Flottenmarkt. Zugleich halten 73 Prozent der Befragten neue Marken für gleichwertig oder besser als deutsche Anbieter. 44 Prozent können sich künftig Fahrzeuge von Marken wie BYD oder Xpeng im Fuhrpark vorstellen.