Zubehör-Test: Hände weg von diesen "Helfern"

02.05.2012 15:47 Uhr
Einschlafwarner, welche die Fahrt eigentlich sicherer machen sollen, sind laut dem ADAC-Test meist das Gegenteil: ein Sicherheitsrisiko.

Im Internet wird oft Autozubehör angeboten, das nicht nur überflüssig, sondern auch gefährlich ist. Der ADAC hat einige dieser Produkte getestet:

Einschlafwarner

Vorsicht bei "Einschlafwarnern"! Die hinter das Ohr zu klemmende Helfer, die signalisieren sollen, wenn der Kopf des Autofahrers nach vorne kippt, sind gefährlich. Die Warner suggerieren eine falsche Sicherheit, weil sie nicht zuverlässig funktionieren. Abgesehen davon, reagieren sie erst auf das Sinken des Kopfes. In einem solchen Fall kann aber der Sekundenschlaf längst eingetreten sein. Bei Anzeichen von Müdigkeit gibt es nur ein probates Mittel: Pause machen und schlafen.

NOS-Fake-Düsen

Gefährlich sind Düsen, die Wasserdampf seitlich aus den Kotflügeln spritzen und vortäuschen sollen, dass ein Auto mit einer leistungssteigernden Lachgas-Einspritzung ausgerüstet ist ("NOS-Fake"). Einbau und Betrieb eines solchen Produkts sind verboten. Andere Verkehrsteilnehmer werden durch den Wasserdampf erschreckt. Dies kann zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen.

Sitzauflagen

Auch Sitzauflagen mit Holzkugeln können gefährliche Folgen haben. Bei einem Unfall können sie dazu führen, dass der Autofahrer unter dem Gurt durchrutscht (Submarining-Effekt) und schwerste Verletzungen erleidet. Daher empfiehlt der ADAC, Sitz-Schonbezüge mit Prüfzeichen zu verwenden, die sich rutschfest befestigen lassen.

Airbag-Abdeckungen

Einzeln angebotene Airbag-Abdeckungen, die es bei den Autoherstellern aus Sicherheitsgründen nicht als separates Ersatzteil gibt, können ebenfalls gefährlich werden. Wenn eine Abdeckung beschädigt ist, muss ein Fachmann das komplette Airbag-Modul erneuern. Bei einzeln ausgetauschten Airbag-Abdeckungen ist nicht sichergestellt, dass sie sich bei einem Unfall, wie vorgesehen, öffnen. Der ADAC rät dringend davon ab, Airbag-Abdeckungen zu reparieren oder einzeln auszutauschen. (ses)

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