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Ausgabe 03/2018

Frühlingserwachen

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© AUTOFLOTTE

Die Automobil-Branche erwacht aus ihrem Winterschlaf und zeigt auf dem Genfer Auto Salon von der überarbeiteten Mercedes-Benz C-Klasse bis zum Volvo V60 zahlreiche Weltpremieren.

_ Ein Neuheiten-Feuerwerk gab es auf den vergangenen Automessen nicht wirklich zu bestaunen, doch die Frühlings-Schau in Genf (8. bis 18. März, siehe Info-Kasten) wartet wieder mit zahlreichen Weltpremieren auf. Den ganz großen Aufschlag macht Mercedes-Benz. Die Stuttgarter haben nicht nur den G63, das AMG GT Coupé, die überarbeitete Maybach-S-Klasse und die neue A-Klasse - die nochmal deutlich verjüngt und mit einem komplett neuen Bedienkonzept vorfährt - dabei, sondern zeigen auch die aufgefrischte C-Klasse. Limousine und Kombi haben nur leichte kosmetische Retuschen erfahren, kommen aber mit neuen Vierzylinder-Motoren und einer an die E-Klasse angelehnten Bedienung. BMW stellt in Genf nach nur vier Jahren den neuen X4 vor. Der Coupé-Bruder des X3 ist ein paar Zentimeter gewachsen und soll geräumiger sein. Allrad und Achtgang-Automatik sind bei den zum Start angebotenen Motoren (Diesel bis 326 PS, Benziner bis 360 PS) Serie.

Bei Audi steht der Messeauftritt ganz im Zeichen der neuen A6-Limousine. Die hat sich zwar noch nicht gezeigt, doch schaut man sich die Design-Sprache von A8 und A7 an, weiß man, wohin die Reise geht. Auch technisch orientiert sich die obere Mittelklasse am A7, inklusive der beiden riesigen Touchscreens in der Mittelkonsole. Ansonsten hält sich der Volkswagen-Konzern in Genf zurück: VW zeigt die Studie I.D. Vizzion, die einen Ausblick auf ein mögliches vollelektrisches und autonom fahrendes Marken-Flaggschiff geben soll. Die spanische Tochter Seat führt Cupra offiziell als Hochleistungs-Submarke ein und der Konzernbruder Skoda bringt die Klein-SUV-Studie Vision X sowie das Fabia-Facelift mit. Der auch als Kombi erhältliche Kleinwagen ist künftig auch mit LED-Licht und Totwinkel-Warner zu haben, aber dafür nicht mehr mit Dieselmotor. Noch in Schweigen hüllt sich Porsche: Gerüchten zufolge zeigt die Sportwagen-Schmiede ebenfalls ein Showcar und vielleicht auch eine weitere Cayenne-Ausbaustufe. Volvo und Mazda schicken in Genf neue Kombis ins Rennen: Die Schweden bleiben ihrer neuen Formensprache treu, der V60 ist optisch keine Überraschung und übernimmt auch die Technik vom XC60, inklusive der bekannten Vierzylinder-Motoren. Mit den T6- und T8-Versionen schickt Volvo aber gleich zwei Plug-in-Hybrid-Benziner ins Rennen.

Der Mazda6 Kombi erfährt die gleichen optischen Überarbeitungen wie die Limousine und bekommt das aufgeräumte Cockpit mit neuen Sitzen und Head-up-Display. Außerdem erfüllt der Japaner mit allen Motoren die neue Euro- 6d-Temp-Abgasnorm. Noch sauberer ist das Wasserstoffauto Hyundai Nexo, das sich neben dem neuen Santa Fe auf der Messe zeigt. Der orientiert sich optisch am kleineren, künftig auch rein elektrisch erhältlichen Kona und bringt als erstes Auto überhaupt einen "Rear Occupant Alert" mit. Das Ultraschall-System überwacht beim Einparken die Rückbank des 4,80-Meter-SUV und weist den Fahrer auf Personen oder Tiere hin. So soll vermieden werden, dass bei starker Hitze jemand aus Versehen im Fahrzeug zurückgelassen wird.

Hyundais Schwester Kia schickt den neuen, sportlicher gezeichneten Ceed ins Rennen: Die Koreaner haben nicht nur den Apostroph aus dem Namen entfernt, sondern ihren Golf-Gegner mit zahlreichen Komfort-Extras und teilautonomen Fahrfunktionen auch deutlich aufgewertet. Letzteres gilt auch für die neuen Transportern von Citroën und Peugeot: Die Neuauflagen der bis auf die Front baugleichen Hochdach-Kombis Berlingo und Partner - jetzt Rifter genannt - treten gleichzeitig in Genf auf und sehen deutlich mehr nach Pkw aus als ihre Vorgänger.

Neben dem praktischen Packesel hat Peugeot auch noch eine elegante Limousine dabei: Der neue 508 speckt merklich ab und und tritt mit feinen Details wie den dreidimensionalen Rückleuchten am breiten Heck oder den rahmenlosen Scheiben deutlich fescher auf als der altbackene Vorgänger. Neben Benzinern und Dieseln (mit Achtgang-Automatik) bringt die Löwenmarke Ende 2019 auch eine Plug-in-Hybrid-Version.

Es wird wieder voller

Genfer Salon 2018

8. bis 18. März, Palexpo-Messehallen, direkt am Flughafen Genf.Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag: 9 bis 19 Uhr.Tickets: Eintrittskarten sind online (www.gims.swiss) und direkt an der Messe erhältlich, die Tageskarte kostet für Erwachsene 16 CHF, für Kinder bis 16 Jahre 9 CHF; ab 16 Uhr gibt es 50 Prozent Rabatt.Aussteller: Insgesamt tummeln sich rund 180 Aussteller in den Messehallen und anders als auf vergangenen Auto-Shows sind fast alle wichtigen Hersteller vertreten. Von den großen Autobauern haben lediglich Opel, DS, Chevrolet und Infiniti abgesagt; auch Tesla bleibt dem Salon - wie auch den meisten anderen Messen - fern.

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