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Teilen hilft

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Free2Move vereint viele Mobilitätsangebote in einer App.
© PSA

Carsharing bedeutet Teilen von Verkehrsmitteln. Weniger Staus und mehr Flexibilität sollen bald auch für Firmenkunden herausspringen. Free2Move vereint dazu viele Mobilitätsangebote in lediglich einer App.

Carsharing gibt es in Deutschland in etwa seit der Wende - und die feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag. Die Verkehrswende ist demnach das aktuellere Thema und auch sie stellt sich in vielen Bereichen als kompliziert dar. So auch beim Carsharing. Wie sonst ist zu erklären, dass sich seit dem ersten Carsharing-Angebot von "Stattauto" fast 20 Jahre kaum etwas auf diesem Gebiet getan hat? Drive Now und Car2go haben das Thema in Deutschland salonfähig gemacht - Sixt Share ist beispielsweise einer der ganz Neuen. Viele Städte decken die bekanntesten Fahrzeugteildienste mittlerweile ab.

Doch es gibt selbstverständlich viele weitere Anbieter, die das Thema Personenbeförderung vollumfänglicher angehen. Nicht nur deswegen ist die Zahl der Nutzer laut Bundesverband Carsharing (BCS) Anfang 2019 auf 2,46 Millionen Menschen in Deutschland gestiegen. "Die seit Jahren positive Entwicklung im deutschen Carsharing-Markt zeigt: Immer mehr Menschen wollen verantwortungsvoll mit der Ressource Auto umgehen und die Verkehrswende praktisch mitgestalten", sagt zum Beispiel Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Verbandes.

20.000 Carsharing-Autos

Besonders geeignet ist laut BCS das stationsbasierte Carsharing. So haben Studien gezeigt, dass diese Version tatsächlich verkehrsentlastend wirkt. Mehr als 20.000 Carsharing-Autos waren zum Jahresstart in Deutschland auf den Straßen, rund 11.000 stationsbasierte und 9.000 Free-Floating-Fahrzeuge. Free-Floating ist in Deutschland in sieben Metropolregionen und knapp 20 Städten zu finden. Aber damit ist das Teilen noch nicht am Ende. Denn neben Autos vereinfachen und beschleunigen auch Fahrräder, Mofas, Shuttle-Dienste, ÖPNV sowie Elektro-Tretroller oder Pedelecs in vielen Städten das Vorankommen. Die Mobilitätsvielfalt für die Nutzer - die somit deutlich mehr sind als die 2,46 Millionen "Autofahrer" - ist kaum überschaubar. Unzählige Apps müssen nach der besten Mobilitätslösung für die bevorstehende Strecke durchforstet und bedient werden. Das nervt viele User.

"Einer", der das Beste aus allen Welten verbinden will, ist Free2Move. Mobilitätsplattform nennen sich die Berliner, wie uns Free2Move-Chief-Product-Officer Jens Dembski bei unserem Besuch in der Startup-typischen Schmiede erzählte. Shared Mobility ist ein weiterer Begriff, den Dembski wie folgt beschreibt. "Free2Move macht es einfach, Mobilitätsoptionen wie Carsharing, Bikesharing, Scooter, Shuttledienste oder auch Mietwagen zu finden, zu vergleichen und direkt zu mieten. Das lästige Wechseln zwischen mehreren Apps entfällt und man kann ohne Stress das passende Fahrzeug für die nächste Tour finden. Mit nur einer App und einer übergreifenden Registrierung hat man Zugriff auf alle Anbieter und Fahrzeuge."

Aus dem Konglomerat wählt der User das für sich beste Beförderungsmittel aus. Welches befindet sich bei mir in der Nähe? Wie weit muss ich damit fahren? Was kostet mich die Strecke von A nach B mit welchem der möglichen Untersätze? Fragen, die sich Stadtmenschen durchaus stellen.

Auch die, die eigentlich noch ein Auto besitzen, es aber nicht immer mit sich führen (wollen) sind die Zielgruppe. Denn oft ist die Stau- oder Parkplatzsituation nervenaufreibend und zeitintensiv.

2015 wurde der Aggregator, der im Grunde nichts anderes tut, als verschiedene Dienste zu bündeln, gegründet, um das klassische Carsharing einfach zu gestalten. Ein Jahr später stieg der Automobilkonzern PSA in das junge Unternehmen ein und Free2Move war geboren. Frei sein in seinem Bewegungsdrang; weiterkommen, ohne viel überlegen zu müssen. Mobilitätsangebote kamen hinzu und formierten Free2Move mit mittlerweile rund 130 Kollegen zum größten Verbund mehrerer Anbieter, um von A nach B zu gelangen.

35 Städte

Mittlerweile ist Free2Move in 15 Ländern und mehr als 35 Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart sowie in mindestens zehn EU-Hauptstädten) aktiv. 50 Mobilitätsanbieter - unter ihnen Flinkster, Emmy, DB Call a Bike, Drivy und weitere bekannte und einige unbekannte - sind in Gänze mittels App nutzbar. Damit all das zusammenkommt, wie es soll und sich intuitiv über die App bedienen lässt, hat Free2-Move mehr als 40 Experten aus 22 Ländern engagiert, die sich ausschließlich um die technische Umsetzung kümmern. Fünf Sprachversionen gibt es aktuell, weitere sind in Vorbereitung.

Aber das, was sich wie das Ideal für den Privatkunden liest, geht noch weiter. Mobilitätslösungen für mittelständische und große Firmen sind der bereits eingeschlagene nächste Schritt, um smarte Mobilitätslösungen für Unternehmen zu einer Smart City verschmelzen zu lassen. Und in den schnell wachsenden Städten eine Mobilitätsgarantie zu bieten, egal wo und egal wann.

Laut Dembski arbeitet"Free2Move derzeit daran, die Technik und die Prozesse aus dem B2C-Carsharing auch im B2B- Bereich nutzbar zu machen. Mitarbeiter bekommen zum Beispiel per App einfachen Zugang zur Flotte an Firmenwagen, die sonst außerhalb der Geschäftszeiten ungenutzt auf Firmenparkplätzen stehen. Außerdem ist es möglich, Mitarbeitern innerhalb von Employee-Benefits-Programmen einfachen Zugriff auf weitere Sharinganbieter zu ermöglichen, um diese für ihren Arbeitsweg oder privat zu nutzen. Auch bei der firmeninternen Fahrzeugterminbuchung oder dem Flottenmanagement greift Free2Move auf Technologien, Werkzeuge und digitale Prozesse zurück, die sich im B2C-Geschäft bewährt haben."

1,6 Millionen Downloads

1,6 Millionen App-Downloads hat Free-2Move bereits. Sicherlich sind nicht alle Nutzer der App. Denn so erstklassig die Idee und Umsetzung auch ist, der Anmeldeprozess gelingt aufgrund diverser Regularien nicht immer reibungslos - wofür Free2Move allerdings nichts kann. Denn bei einigen Anbietern muss eine separate Anmeldung erfolgen.

Die Hürden sind jedoch vergleichsweise gering im Vergleich zu dem, wie sonst nach dem passenden Mobilitätsangebot geforscht werden muss. So wird Mobilität deutlich flexibler und zugleich einfacher und - je nach Nutzungsverhalten - günstiger. Und das ist es, was letztendlich zählt. Für jeden Einzelnen sowie für die Unternehmen und deren Mitarbeiter.

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