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Fahrbericht Seat Arona 1.0 TGI

Ich hab’ drei Gastanks

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Seat setzt auf Erdgas.
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Bei den Diskussionen um die Reduzierung des Klimagases CO2 wird die Verbrennung von Erdgas im Auto an Stelle von Benzin oder Diesel gerne übersehen. Seat will das ändern und kombiniert CNG mit einem SUV.

Von Wolfgang Wieland/SP-X

Eine Alternative zu Benzin und Diesel ist Erdgas, auch CNG (Compressed Natural Gas) genannt. Aber bei kaum einem anderen automobilen Thema gibt es so viel Unsicherheit, Unklarheit und Missverständnisse. So auch die ständige Verwechselung mit dem flüssigen Autogas. Der spanische Autohersteller Seat ist mittlerweile weltweit der technologische Vorreiter für CNG-Antriebe, was nicht zuletzt an der relativ sauberen Art der Verbrennung und demnächst geltenden verschärften CO2-Regeln liegt.

CNG-betriebene Motoren emittieren im Vergleich zu anderen Verbrennungsmotoren bis zu 25 Prozent weniger CO2, bis zu 95 Prozent weniger Stickoxide und bis zu 99 Prozent weniger Rußpartikel. Wegen des technisch höheren Aufwands sind Erdgas-Autos eigentlich in der Anschaffung teurer als gleichstarke Benziner. Eigentlich, denn auf diesen Aufpreis verzichten die Spanier vorerst. Das lohnt sich für die Kunden. Denn CNG-Fahrzeuge werden steuerlich begünstigt und die Betriebskosten sind besonders niedrig. In der Praxis sind Einsparungen von 30 Prozent im Vergleich zum Diesel und 55 Prozent im Vergleich zum Benzinbetrieb möglich.

Die Erdgas-Flotte der Marke umfasst verschiedene Varianten in den Modellen Ibiza, Leon und jetzt auch im Arona. Somit ist der kleine Kompakt-Crossover der erste CNG-SUV der Welt. Arona 1.0 TGI heißt der sparsame Spanier, der mit einer Länge von 4,14 Metern perfekt auch in den Großstadtverkehr passt. Ab 19.820 Euro kostet der Kleinwagen-SUV, in der Ausstattungsvariante "Style". Die höherwertigen Ausstattungen "Xcellence" und "FR" gibt es ab jeweils 21.820 Euro. Alle drei Varianten haben den Dreizylinder mit 999 Kubikzentimetern Hubraum und 66 kW / 90 PS unter der Haube. Die drei CNG-Tanks fassen zusammen 13,8 Kilogramm, die für eine Reichweite von rund 360 Kilometer gut sind. Sind die drei Tanks leer, kommt Plan B mit Benzin ins Spiel. Der Neun-Liter-Tank sorgt dann für eine Gesamtreichweite von gut 500 Kilometern.

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Bei unseren Testfahrten gefiel der frontgetriebene 1,3-Tonner. Das Sechsgang-Handschaltgetriebe ließ sich tadellos und hakelfrei schalten und der Innenraum überzeugte mit der sportlich-soliden Ausstattung aus dem VW-Regal. Wegen der insgesamt vier Tanks ist der Kofferraum mit 282 Litern kleiner, als bei den Benziner- und Dieselmodellen, die 400 Liter fassen. Durch das Umklappen der zweiten Sitzreihe passen aber 1.162 Liter Gepäck oder kleineres Umzugsgut hinter die Vordersitze.

Insgesamt bietet der Erdgas-Arona sparsamen und sauberen Fahrspaß zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Am Tankstellennetz sollte die Entscheidung für ein CNG-Fahrzeug übrigens nicht scheitern. Aktuell gibt es rund 900 Erdgas-Tankstellen im gesamten Bundesgebiet. Bis zum Jahr 2025 sollen es rund 2.000 Stationen sein.

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