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Fahrbericht Skoda Octavia Modelljahr 2017

Ein bisschen aufgefrischt

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Damit der Skoda Octavia auch künftig so attraktiv bleibt, gönnen ihm die Tschechen zum Modelljahreswechsel einen neuen Motor, ein adaptives Fahrwerk und noch ein paar kleine Extras.
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Über 40 Prozent aller Skoda-Kunden entscheiden sich für den Octavia. Damit der Mittelklässler auch künftig so attraktiv bleibt, gönnen ihm die Tschechen zum Modelljahreswechsel einen neuen Motor, ein adaptives Fahrwerk und noch ein paar kleine Extras.

Von Michael Gebhardt/SP-X

Der Octavia ist Skodas Bestseller: Über 432.000 Käufer entschieden sich im Jahr 2015 für den Mittelklässler. Damit das auch in Zukunft so bleibt, gibt es zum Modelljahrwechsel ein paar kleine Neuerungen: Neben dem adaptiven Fahrwerk DCC und einer induktiven Ladeschale für Smartphones, soll vor allem ein neuer Dreizylinder-Benziner weiterhin für Attraktivität sorgen. Das Ein-Liter-Motörchen, das in Limousine und Kombi zum Einsatz kommt, ersetzt den 77 kW / 105 PS starken 1.2 TSI und punktet mit mehr Kraft und weniger Verbrauch. Beim Händler steht die neue Variante ab sofort für 16.042 Euro netto, der Kombi kostet knapp 588 Euro netto mehr.

Dank Turboaufladung leistet das nur 78 Kilogramm schwere Triebwerk stolze 85 kW / 115 PS und stemmt 200 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Genug, um den Octavia flott in Schwung zu bringen. Obwohl die volle Kraft erst bei heutzutage schon hohen 2.000 Touren anliegt, tritt der Tscheche kraftvoll an und wirkt deutlich lebendiger, als es der Sprintwert von 9,9 Sekunden auf den ersten Blick vermuten lässt. 202 km/h Höchstgeschwindigkeit sind zudem voll autobahntauglich. Und hat das Aggregat die erste Anstrengung einmal überwunden, weicht auch der etwas raue Dreizylinder-Klang einer angenehmen Stille.

Erhältlich ist der neue Motor in Kombination mit einem fein abgestimmten, leichtgängigen Sechsganggetriebe oder dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Letzteres ist allerdings an eine höhere Ausstattungslinie gebunden und treibt den Einstiegspreis auf 19.571 Euro netto. Als günstigste Octavia-Variante fungiert weiterhin eine 63kW / 86-PS-Version des 1,2-Liter-Vierzylinders. Sie wird allerdings durch eine weitere Ausbaustufe des Dreizylinders ersetzt, sobald dieser auch in Tschechien gefertigt wird und nicht mehr aus dem VW-Werkt in Salzgitter angeliefert werden muss – das soll in weniger als einem Jahr der Fall sein.

Adaptives Fahrwerk erst ab 150 PS

Verwehrt bleibt den Käufern des kleinen Motors allerdings eine weitere Neuheit, nämlich das adaptive Fahrwerk, das mit dem Modelljahrwechsel auch im Octavia Einzug hält. Die verstellbaren Dämpfer stehen nur für die Aggregate ab 110 kW / 150 PS aufwärts zur Verfügung. Ein wirkliches Argument gegen den Einliter-Motor ist das allerdings nicht, die Spreizung zwischen den drei Modi Komfort, Normal und Sport ist ziemlich gering und es lässt sich darauf getrost verzichten.

Deutlich mehr Nutzen bietet da schon die neue Phone-Box: Legt man das Handy in die Ablageschale vor dem Schalthebel, wird es mit der Autoantenne verbunden und der Akku wird automatisch aufgeladen. Per Induktion, also ohne lästiges Kabel. Das klappt allerdings nur, wenn das Telefon diese Technik beherrscht und den Qi-Standard unterstützt, was zumindest die beliebten Smartphones von Apple derzeit nicht tun. Unabhängig vom Hersteller lässt sich dafür künftig im Octavia im Internet surfen: Das große Infotainment-System "Amundsen" wird im Zuge des Auffrischung um eine Wlan-Funktion erweitert.

Und Skoda wäre nicht Skoda, hätten sich die Tschechen zum neuen Modelljahr nicht auch noch ein paar neue Simply-Clever-Lösungen einfallen lassen. So gibt es zukünftig unter dem Beifahrersitz einen Regenschirm, die Rückfahrkamera wird mit einer Waschdüse ausgestattet, um immer klare Sicht zu haben, und die Fondpassagiere dürfen sich auf optionale iPad-Halter an den Kopfstützen der Vordersitze freuen und können sich so ihre eigenes Entertainment-Programm genehmigen. 

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