suchen
Fiat 500

Neustart als Stromer

13
1180px 664px
Auch mit E-Antrieb unverkennbar noch ein Cinquecento: der neue Fiat 500
©

Fiat hat eine neue Generation seines Bestsellers 500 vorgestellt. Optisch bleibt er fast der Alte, doch technisch markiert der kleine Charmeur einen Paradigmenwechsel beim italienischen Autobauer.

Von Mario Hommen

Fiat hat eine Neuauflage des 500 enthüllt. Die nächste Generation des Kleinwagenklassikers markiert für den italienischen Autokonzern zugleich den Einstieg in die E-Mobilität, denn der Newcomer basiert auch auf einer komplett neuen, batterieelektrischen Antriebsplattform. Nach Medienberichten soll die "klassische" Variante mit Verbrennermotoren oder Hybrid-Antrieb ebenfalls unter der Modellbezeichnung Fiat 500 weiterhin angeboten werden.

Optisch wirkt der elektrische 500 wie eine leicht gewachsene Facelift-Variante des seit 2007 gebauten 500. Entsprechend hoch ist der Wiedererkennungswert. Doch anders als sein Vorbild gibt es für die neue Version keine Verbrenner mehr. Stattdessen wird der Viersitzer von einer 87 kW / 118 PS starken E-Maschine angetrieben, die einen Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in rund neun Sekunden und maximal 150 km/h erlaubt. Strom kommt aus einer 42 kWh großen Batterie, die nach WLTP-Messung für 320 Kilometer Reichweite gut ist. Nachtanken ist unter anderem via CCS-Standard mit bis zu 85 kW möglich, was theoretisch eine Schnellladung auf 80 Prozent in 35 Minuten ermöglicht. An einer Wallbox verlängert sich der Ladevorgang auf sechs bis sieben Stunden.

Der Fahrer kann beim neuen 500 zwischen drei Fahrprogrammen wählen. Im Normal-Modus bewegt sich der Stromer wie ein gewöhnliches Automatikauto. Im Range-Modus sorgt der E-Motor bei Gaswegnahme für besonders starke Verzögerung und hohe Rekuperation, wodurch sich der Fiat wie ein Einpedal-Fahrzeug fährt, bei dem die Bremse nur selten genutzt wird. Schließlich begrenzt der Sherpa-Modus die Höchstgeschwindigkeit zugunsten maximaler Reichweite auf 80 km/h.

Bildergalerie

Das Cockpit des 500 wirkt sehr aufgeräumt. Einen Schalthebel gibt es nicht mehr, stattdessen kann der Fahrer per Knopfdruck zwischen den Fahrmodis P, N, R und D wie bei einer Automatik wählen. Zentral im Armaturenbrett gibt es einen aufpreispflichtigen 10,25-Zoll-Touchscreen für das Infotainmentsystem "Uconnect". Im 500 kommt die neueste Generation 5 erstmals zum Einsatz, die unter anderem die Einbindung von Smartphones über die bekannten Konnektivitätsstandards erlaubt und zudem Remote-Services, Navigation und eine Hotspot-Funktion umfasst.

Automatisiertes Fahren auf Level 2

Darüber hinaus soll der 500 automatisiertes Fahren auf Level 2 beherrschen. Entsprechend sind mehrere Kameras und Ultraschallsensoren an Bord. Unter anderem kann der Tempomat die Geschwindigkeit nicht nur auf dem Vordermann automatisch anpassen, sondern auch Verkehrssituationen und Tempolimits berücksichtigen. Außerdem erkennt der Kollisionsverhinderer auch Fußgänger und Radfahrer. Weitere Helfer sind Tot-Winkel- und Müdigkeitswarner sowie Spurhalte- und Parkassistent.

Bereits jetzt kann man den neuen 500 vorbestellen, zunächst allerdings nur in der auf 500 Exemplare limitierten Sonderversion "la Primera", die zum Preis von rund 38.000 Euro eine gehobene Ausstattung, Cabriolet-Dach und eine Wallbox bietet. Die vermutlich ab Sommer verfügbare Basisversion könnte entsprechend weniger als 30.000 Euro kosten.

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Kleinstwagen:

Modellplaner



Fotos & Videos zum Thema Kleinstwagen

img

ADAC Pannenstatistik 2020

img

Microlino 2.0

img

Fiat 500e "la Prima" (2021)

img

Citroën Ami (2021)

img

Renault Twingo Z.E.

img

Smart Fortwo Facelift (2021)


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Autoflotte-Umfrage, Teil 3

Wie ist die Stimmung bei den Fuhrpark-Dienstleistern?

In Zeiten von Corona ist die Unsicherheit bei den Fuhrparkprofis spürbar, aber es gibt auch Lichtblicke. Autoflotte hat der Branche aktuell den Puls gefühlt. Im...


img
Marktanalyse

Corona schwächt Nachfrage nach E-Dienstwagen

Dank Umweltbonus und Steuervorteil sind elektrische Firmenautos eigentlich eine lohnende Sache. Trotzdem stockt aktuell die Nachfrage.


img
Mercedes-Benz EQV

Reichweite kostet

Der rein elektrisch angetriebene Großraumvan Mercedes EQV bietet eine XXL-Batterie auf Tesla-Niveau. Entsprechend fallen auch die Preise aus.


img
Kia Rio Facelift

Fit für den Sommer

2017 hat Kia eine Neuauflage seines Kleinwagenmodells Rio ins Rennen geschickt. Die erhält nun ein umfangreiches Technik-Upgrade.


img
EnBW und Mobility Concept

Grundstein für Deutschlands größte Elektroflotte gelegt

EnBW hat zusammen mit Mobility Concept ein spezielles Autoleasing-Angebot für rund 14.000 Mitarbeiter des Energieversorgers entwickelt. Das Programm, das sich auf...