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Subaru WRX STI auf der Zielgeraden

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Mit dickem Spoiler, goldenen Felgen und so ganz und gar nicht "politisch korrekt" – der Subaru WRX STI geht 2018 auf die letzte Runde.
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Wegen der strengeren Emissionsvorschriften stellen die Japaner die Produktion für den europäischen Markt vorerst ein. Die zahlreichen Fans der Sportlimousine hoffen aber auf eine baldige Rückkehr.

Von Manuel Eder/AUTOHAUS

Für den Subaru WRX STI ist die Ziellinie in Sicht, denn die legendäre Sportlimousine ist im vorerst letzten Modelljahr erhältlich: Die Produktion für den europäischen Markt wird im Frühsommer 2018 eingestellt.

Bei einem großen Event für Kunden, Händler und Pressevertreter auf der Rennstrecke am Bilster Berg gab Subaru eine große Abschiedsparty für den Straßensportler. Auf dem Rundkurs erlebten rund 120 Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung, wie viel Spaß 2,5 Liter Hubraum und 300 Boxer-PS (221 kW) machen können. Für jede Menge Rennsportfeeling sorgte unter anderem der erfahrene Rennfahrer Tim Schrick, der erst jüngst im WRX STI NBR Challenge den Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring feiern durfte. Zum fünften Mal hatte sich dort Mitte Mai die Motorsportabteilung Subaru Tecnica International (STI) den Sieg in der Klasse SP3T für Fahrzeuge mit bis zu 2,0 Liter großen Turbomotoren geholt.

Imageträger für die Marke

Doch am Ende sorgte nicht die schwarz-weiße Zielfahne für den Abschied der Straßenversion des sportlichen Subaru, sondern der Gesetzgeber: "Die zunehmend strengeren Emissionsvorschriften in Europa erschweren die Bedingungen für solch einen klassischen Sportler, weshalb sich der Hersteller 2017 für einen Produktionsstopp entschieden hat", sagte Christian Amenda, Geschäftsführer der Subaru Deutschland GmbH. Mit rund 180 bis 200 Einheiten pro Jahr spielte der WRX STI in Deutschland zwar wirtschaftlich keine große Rolle – umso mehr aber eine emotionale. Amenda: "Die Fahrzeuge wurden meistens nicht verkauft, sondern an die Fangemeinde verteilt. Für uns und die Händler war das Fahrzeug ein wichtiger Imageträger und ein Beweis dafür, wie bei Subaru technische Kompetenz umgesetzt wird."

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Umso größer ist die Hoffnung, dass der WRX STI vielleicht doch nur einen Boxenstopp einlegt. Und so machten bei den angereisten Fans eigens mitgebrachte Motosportmagazine aus Japan die Runde, in denen Fotos von Messe-Studien schon Appetit auf die nächste Generation des WRX STI machen. Doch ganz so schnell dürfte eine Neuauflage – zumindest in Deutschland – nicht an den Start gehen.

Vor der Kür kommt die Pflicht

Denn zunächst soll bei Subaru nach den Worten von Amenda nicht die Kür, sondern die Pflicht im Vordergrund stehen: "Der Wandel bei den Antriebsarten erfordert, dass wir uns als Hersteller fokussieren: in den nächsten Jahren steht für uns zunächst die Pflicht im Vordergrund  – danach wird dann vielleicht auch wieder Zeit sein, die emotionale und sportliche Kür wieder zu genießen. Das schließt auch die Vorbereitung des Vertriebsnetzes auf diesen Wandel mit ein", gibt Amenda die Marschrichtung vor. Welche Modelle oder Antriebstechnologien das für Deutschland konkret sein könnten, ließ er offen.

Ein Blick in den wichtigsten Absatzmarkt für Subaru, die USA, deutet zumindest die Richtung an. Dort könnte ein Subaru-Modell laut Presseberichten schon Ende dieses Jahres in Kombination mit einem Plug-in-Hybridsystem aus dem Toyota Prius auf den Markt kommen. Ausgangspunkt der Spekulationen war ein Interview von Subaru-Cheftechniker Takeshi Tachimori, der einen Plug-in-Hybrid für Nordamerika angekündigt hatte. Unklar ist allerdings, ob auch der europäische Markt von dieser eleganten Abkürzung bei Elektrifizierung der Subaru-Antriebe profitieren würde.

Kleiner Flitzer als Trostpflaster

Zumindest emotional soll für Subaru zunächst der BRZ die Lücke schließen, die der WRX STI hinterlässt. Das erste Sportcoupé der Marke – entwickelt in einem Gemeinschaftsprojekt mit Toyota – stand laut Amenda immer ein wenig im Schatten des WRX STI. Nun sei die Bühne frei, um auch den BRZ stärker ins Rampenlicht zu rücken. Mit dem Modelljahr 2018 spendierte Subaru dem 2+2-sitzige Sportcoupé daher auch ein Update bei Navigation, Audiosystem und Konnektivität. Unter der Haube arbeitet unverändert der markentypische 2,0-Liter-Boxermotor, der eine Leistung von 147 kW / 200 PS entwickelt. Wer stattdessen darauf spekuliert, dass der Subaru WRX STI zum Sammlerstück werden wird, sollte sich mit seiner Kaufentscheidung beeilen – oder braucht gute Beziehungen: die auf 122 Exemplare limitierte und einzeln nummerierte "Final Edition" war laut Geschäftsführer schon beim Start der Bestellungen durch die Händler zweifach überzeichnet.

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