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Von Honda bis Opel

Die Auto-Neuheiten 2020, Teil 2

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Der Land Rover Defender wurde von Grund auf erneuert, erinnert aber trotzdem an den Vorgänger.
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Auch 2020 bringen die Autobauer zahlreiche Modellneuheiten auf dem Markt. Honda und Mazda wollen den E-Automarkt erobern, Mercedes neue Maßstäbe in der Luxusklasse setzen.

Von Holger Holzer/SP-X

Im nächsten Jahr buhlen zahlreiche neue Kleinwagen, E-Autos und vor allem SUVs um die Gunst der Käufer. Im zweiten Teil der Serie spricht AUTOHAUS über die Neuheiten von Honda bis Opel.

Honda

Der kleine Nippon-Stromer Honda e könnte zum Sympathieträger auf dem E-Automarkt werden. Neben dem knuffigem Retrodesign dürften auch der dynamische Heckantrieb, die knackigen Abmessungen (3,90 Meter) und der 110 kW / 150 PS starke Motor Begehrlichkeiten wecken. Vornehmlich allerdings von Stadtbewohnern: Denn der Kleinwagen beschränkt sich auf 36 kWh Akkukapazität und eine Reichweite von 200 Kilometern (WLTP). Weniger als 35.000 Euro dürfte der Fünftürer nicht kosten. Für Deutschland ist allerdings nur eine begrenzte Stückzahl von rund 1.500 Einheiten vorgesehen. Leichter zu bekommen sein dürfte der für die Jahresmitte erwartete Jazz, der optisch und konzeptionell konventionellere Bruder des Honda e. In Europa wird es den Fünftürer ausschließlich mit Hybridantrieb geben, Preise sind noch nicht bekannt.

Hyundai

Beim i10 bleibt Hyundai im Januar dem klassischen Kleinstwagenkonzept treu – geringe Abmessungen, kleiner Preis und konventionelle Motoren. Der kleinste der Koreaner bleibt mit 3,67 Metern innenstadttauglich, der Preise dürfte weiter bei rund 10.000 Euro starten und das Motorenprogramm ist nicht etwa elektrisch wie bei der Konkurrenz aus dem VW-Konzern, sondern ganz klassisch: Für Vortrieb sorgen zwei Saugmotoren – der analog zum Vorgänger bekannte Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und 49 kW / 67 PS oder der ebenso dem bisherigen Modell entnommene Vierzylinder mit 1,2 Litern Hubraum und 64 kW / 87 PS. Sie geben ihre Leistung wahlweise an ein automatisiertes oder manuelles Fünfganggetriebe weiter.

Land Rover

Das Offroad-Urgestein Defender wirkt 70 Jahre nach seinem Debüt wieder jung. Puristen werden den neuen, Pkw-haften Stil hassen, SUV-Fahrer mit Sinn für Handfestes dürften ihn lieben. Die Änderungen sind nicht nur optischer Natur: Die neue Generation nutzt an Stelle eines robusten Leiterrahmens eine selbsttragende Aluminium-Karosserie, die speziell für den Einsatz im harten Gelände weiterentwickelt wurde, eine Luftfederung soll sich dank elektronischer Regelung auf jeden Untergrund einstellen und nicht zuletzt auf befestigten Straßen für Komfort sorgen. Das Motorenangebot umfasst je zwei Benzin- und Dieselmotoren zwischen 147 kW / 200 PS und 294 kW / 400 PS, die Preise beginnen im Frühjahr bei 49.700 Euro (dreitüriger Defender 90) und 55.600 Euro (fünftüriger Defender 110)

Mazda

Im Reichweiten-Rennen für Elektroautos lässt Mazda die Konkurrenz lächelnd ziehen. Die Japaner positionieren ihr erstes E-Modell, das Kompakt-SUV MX-30, konsequent als Zweitwagen für die Stadt. Dort reichen nach ihrer Einschätzung rund 140 PS Motorleistung genauso wie 200 Kilometer Reichweite. Als netten Design-Gag gibt es hinten angeschlagene Fondtüren, Türverkleidungen aus recycelten Plastikflaschen und eine mit Kork ausgelegte Mittelkonsole. Die Preise für das gut ausgestattete Einführungsmodell starten in der ersten Jahreshälfte bei 34.000 Euro.

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Mercedes

Ein gigantisches Display im Cockpit, autonome Fahrfunktionen und umfassende Vernetzung – mit der Neuauflage der S-Klasse will Mercedes Maßstäbe bei der Digitalisierung setzen. Optisch sind keine großen Experimente zu erwarten – die Kundschaft mag es konservativ. Die Motoren erhalten umfangreiche Unterstützung, mindestens in Form von 48-Volt-Startern. So soll es auch die Zwölfzylinder-Version über die Abgas- und CO2-Hürde schaffen. Ein reines E-Modell ist nicht vorgesehen, wird in Form des Ablegers EQS nachgereicht. Zuwachs gibt es außerdem am anderen Ende der Produktpalette, wo die Kompaktfamilie der A-Klasse um den SUV-Ableger GLA ergänzt wird. Die neue Generation bleibt dem dynamischen Grundstil des Vorgängers treu, legt nun aber mehr Wert auf Raumökonomie. Die Kraft für Alltag und Abenteuer liefern zunächst die bekannten Motoren: Als Benziner gibt es zum Marktstart zu Jahresbeginn nächst den GLA 200 mit 1,3 Litern Hubraum und 120 kW / 163 PS und den GLA 250 mit einem 165 kW / 224 PS starken Zweiliter. Als Diesel sind der 200d und der 220d mit einem 2,0-Liter mit 110 kW / 150 PS oder 140 kW / 190 PS zu haben. Später folgt eine Elektrovariante, die jedoch als eigenständiges Modell unter der Bezeichung EQA auf den Markt kommt.

Mini

Geringes Gewicht statt großer Reichweite – der Mini Cooper SE will auch in der neuen Elektrovariante eher Spaß- als Reiseauto sein. Die BMW-Tochter transplantiert seinem Lifestyle-Mobil daher eine mit 32,6 kWh vergleichsweise kleine Batterie, die aber leicht ausfällt, so dass der Zweitürer in der E-Variante nur 150 Kilogramm mehr auf die Waage bringt als das konventionelle Modell. Der Stromvorrat reicht in der Theorie für bis zu 270 Kilometer Strecke (NEFZ). Die Preise starten bei 32.500 Euro, die Auslieferung beginnt im Frühjahr.

Nissan

Der erste Juke schockte noch, beim zweiten fällt das Design schon deutlich braver aus. Auch darüber hinaus gibt sich das Mini-SUV erwachsener, wächst in der Länge und legt beim Platzangebot zu. Geschuldet ist das der engen Verwandtschaft mit dem Captur von Allianzpartner Renault. Unter der Haube gibt es zum Start nur ein Angebot: Der Einliter-Dreizylinder mit Turbo leistet 86 kW / 117 PS und kostet ab 19.000 Euro. Nach dem kleinen Crossover renoviert Nissan im Laufe des Jahres auch dessen großen Bruder Qashqai. Während das Design eher vorsichtig modernisiert wird, ziehen unter der Haube wohl Hybridantriebe ein, darunter möglicherweise auch eine Plug-in-Variante von Allianzpartner Mitsubishi. Aufgerüstet wird auch bei den Assistenzsystemen – unter anderem erhält der Autobahn-Pilot ein Update.

Opel

Opel widersteht bei der für den Jahresstart anstehenden Neuauflage des Corsa der Versuchung zum Größen- und Preiswachstum. Die sechste, erstmals unter PSA-Regie entwickelte Generation – bleibt ein Kleinwagen mit Fokus auf Fahrspaß und Handling statt auf Platzangebot. Dazu kommt eine moderne Vernetzung, allerdings auch ein relativ konventionelles Antriebsangebot, das vor allem aus französischen Dreizylinderbenzinern besteht, die ohne Elektro-Hilfe auskommen müssen. Zum Ausgleich ist erstmals ein reiner E-Antrieb mit 100 kW / 136 PS und 330 Kilometern Reichweite zu haben. Preis: 29.900 Euro. Das Motorenportfolio inklusive E-Variante dürfte sich auch an Bord des im Laufe des Jahres erwarteten Mokka X wiederfinden, der ebenfalls von einer GM- auf eine PSA-Plattform wechselt. Dazu kommt als weiteres E-Modell die batteriegetriebene Variante des Vivaro.

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1 Kommentar

1 21.12.2019 Rudi

Honda E im Gegensatz zu den Modellen die Honda zu attraktiven Preisen auf anderen Märkten vertreibt wird Europa regelrecht deklassiert.Anscheinend gibt es eine neue Zielsetzung den unterirdischen Marktanteil von 0,4 Prozent noch weiter in den Keller zu treiben.Auf Kununu.com ist man ja auch sehr erfolgreich was den Abwärtstrend angeht.


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