Während der Gesamtmarkt aufgrund eines starken zweiten Halbjahres ein Plus von 1,4 Prozent erreichte, schloss der Flottenmarkt laut Dataforce mit einem Rückgang von 4,6 Prozent ab. Das sieht auf den ersten Blick vielleicht etwas ernüchternd aus. Allerdings gab es bislang überhaupt nur drei Jahre (2019, 2023 und 2024) mit einem höheren Volumen in diesem Marktkanal.
Trotz des Marktrückgangs gelang es einigen Marken, ihr eigenes Volumen bei Flottenkunden zu steigern. Innerhalb der Top-Ten schafften das Ford (Position 7 plus 11,3 Prozent), Cupra (P8, plus 19,0 Prozent) und Skoda, die sich mit einem Zuwachs von 3,0 Prozent auf Rang zwei hinter Marktführer VW schieben konnten.
China-Fabrikate tun sich schwer in der Flotte
Für neue (chinesische) Hersteller ist es weiterhin nicht einfach, in diesem anspruchsvollen Kundensegment Flotte Fuß zu fassen. Wenn man dies denn überhaupt anstrebt. Die Analyse zeigt in dieser Hinsicht sehr unterschiedliche Ergebnisse. Während bei Marken wie Leapmotor oder Dongfeng drei von vier Neuzulassungen auf Privatkunden entfallen, liegt der Firmenkundenanteil bei Polestar bei über 50 Prozent und bei BYD mit 14 Prozent immerhin höher als beispielsweise MG.
Die aktuell ja noch bestehenden EU-Zölle für in China produzierte und nach Europa importierte Elektrofahrzeuge machen sich eindeutig im Kraftstoffmix einiger Marken bemerkbar. Wer über entsprechende Modelle im Portfolio verfügt, kann entsprechend ausweichen und mehr von nicht vollelektrischen Fahrzeugen in den Markt bringen. Zum Beispiel MG. Bei den in 2025 auf Flotten entfallenden Neuzulassungen von MG waren gerade einmal 40 Prozent BEV. 23 Prozent bzw. 22 Prozent waren Plug-In bzw. Vollhybride und weitere 15 Prozent Benziner.
Die Elektrifizierung schreitet aber dennoch schnell voran: Der Anteil von Dieseln und Benzinern ging im vergangenen Jahr deutlich zurück und liegt inzwischen unter der 30 Prozent-Marke. Für Elektromodelle und Plug-In Hybride ging es hingegen deutlich aufwärts: die PHEV konnten um 6 Prozentpunkte auf nun 16,4 Prozent zulegen; bei den BEV ging es sogar um mehr als 7 Prozentpunkte auf knapp 24 Prozent nach oben. Damit kommen die Verbrenner allmählich in Reichweite.
Flottenmarkt 2026: Eine Prognose
2026 wird sich die Lage wohl deutlich bessern: Treiber wird vor allem die fortschreitende Elektrifizierung sein, gepaart mit aufgeschobenem Ersatzbedarf in den Fuhrparks. Fuhrparkleiter hatten, während der Halbleiterkrise die Leasingverträge noch einmal verlängert, ebenfalls laufen nun viele Verträge aus, die rechtzeitig zum Aus für die E-Förderprämie 2023 geschlossen wurden und damals für einen regelrechten Boom im Markt sorgten.
Insgesamt soll es für den Flottenmarkt im Jahr 2026 laut Dataforce um ganze 9,9 Prozent nach oben gehen, was einem Volumenzuwachs von 86.000 Pkw entspricht. Hauptsächlich wird dieses Wachstum von einem weiteren Anstieg der Stromer getragen. Plus 65.000 E-Autos entsprechen rund 31 Prozent Zuwachs und sorgen für einen Marktanteil von 28,4 Prozent.