Der Kia-Star auf der IAA Transportation heißt PV7. Mit dem zweiten Modell seiner PBV-Strategie ("Platform Beyond Vehicle") baut Kia das Angebot an elektrischen leichten Nutzfahrzeugen weiter aus. Der PV7 kommt als Cargo- und Passenger-Version und soll elektrische Antriebe mit einem variablen Innenraum sowie umfangreichen digitalen und vernetzten Funktionen verbinden.
Die Markteinführung des PV7 Passenger und PV7 Cargo ist für das zweite Halbjahr 2027 in Europa und Korea vorgesehen. Kia sieht den Elektro-Van unter anderem im Flotten-, Logistik- und Shuttle-Einsatz. Auch für kleine und mittlere Unternehmen sowie private Nutzer soll das Modell interessant sein. Laut Kia werden sich 70 Prozent der Kunden, vornehmlich Gewerbetreibende, für die Cargovariante entscheiden, die restlichen 30 Prozent für den Personentransporter.
Kia PV7 (2026)
Besonders die Passenger-Variante setzt auf hohe Flexibilität. Je nach Ausführung bietet der PV7 bis zu neun Sitzplätze und zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Im Siebensitzer kommen so genannte "Long-Rail Easy Remove Seats" zum Einsatz, die sich längs verschieben und bei Bedarf einfach ausbauen lassen. Der Neunsitzer ist wahlweise mit oder ohne vierte Sitzreihe erhältlich und lässt sich damit an unterschiedliche Transportaufgaben anpassen.
Nach dem Marktstart 2027 will Kia die PV7-Familie auf insgesamt 23 Varianten ausbauen. Geplant sind unter anderem drei Cargo-Versionen als Standard-, Lang- und Hochdachmodell sowie zwei Passenger-Ausführungen. Hinzu kommen ein Chassis Cab für spezielle Aufbauten und zahlreiche Umrüstlösungen. 2029 soll mit dem PV9 ein weiteres PBV-Modell folgen und das Angebot an elektrischen Mobilitätslösungen ergänzen.
Flottenmanagementlösung "Kia Business Solutions"
Neben dem Fahrzeug selbst rückten auf der IAA auch digitale Lösungen für gewerbliche Kunden in den Fokus. Mit "Kia Business Solutions" präsentierte die Marke ein vernetztes Ökosystem für Flottenmanagement, Laden, Wartung und weitere Bereiche des Fuhrparkalltags. Ein standardisiertes Flottenmanagementsystem (FMS) sowie kundenspezifische Schnittstellen (APIs) für Fahrzeugdaten sollen für mehr Transparenz und effizientere Abläufe sorgen.
IAA Transportation 2026 - Erste Eindrücke
Ergänzt wird das Angebot durch spezielle "Uptime"-Services. Echtzeitüberwachung, vorausschauende Diagnose und proaktives Wartungsmanagement sollen die Fahrzeugverfügbarkeit erhöhen und ungeplante Ausfallzeiten reduzieren. Damit will Kia seine PBV-Strategie nicht nur über neue Fahrzeuge, sondern auch über digitale Services für den gewerblichen Einsatz vorantreiben.