ADAC-Pannenstatistik 2026: Elektroautos zuverlässiger als Verbrenner

24.04.2026 10:38 Uhr | Lesezeit: 2 min
Niedersachsen, Laatzen: Symbole markieren Ladeplätze an Schnellladesäulen für Elektroautos in der Region Hannover.
Generell gilt, dass die Pannenwahrscheinlichkeit höher wird, je älter das Fahrzeug ist.
© Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Welche Autos sind besonders zuverlässig oder fehleranfällig? Um diese Frage beantworten zu können, hat der ADAC in seiner Pannenstatistik 2026 die Pannendaten der zulassungsstärksten Fahrzeuge in Deutschland untersucht, und analysiert, welche Modelle wie oft liegen blieben und warum.

Elektroautos sind im Alltag zuverlässiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das zeigt eine Analyse der ADAC-Pannenstatistik 2026, die auf den Pannendaten der zulassungsstärksten Fahrzeuge in Deutschland basiert. Ausgewertet wurden Art, Häufigkeit und Ursachen von Pannen bei 158 Modellen von 27 Herstellern.

Grundsätzlich steigt die Pannenwahrscheinlichkeit mit dem Alter eines Fahrzeugs – dieser Zusammenhang hat sich in den vergangenen Jahren laut ADAC jedoch abgeschwächt. Während ein zehn Jahre altes Auto im Jahr 2015 noch eine Pannenwahrscheinlichkeit von 6,5 Prozent aufwies, lag dieser Wert 2025 bei 3,1 Prozent. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der liegen gebliebenen Fahrzeuge: Im vergangenen Jahr waren betroffene Autos im Schnitt knapp 14 Jahre alt. 

Der zunehmende Altersdurchschnitt im Fahrzeugbestand führte dennoch zu mehr Einsätzen der Pannenhilfe. Der ADAC verzeichnete fast 3,7 Millionen Einsätze, ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (wir berichteten). 

Über alle Altersklassen hinweg zeigen sich Elektroautos als deutlich zuverlässiger als Verbrenner. Dies spiegelt sich in der sogenannten Pannenkennziffer (PKZ) wider, die die Zahl der Pannen pro 1.000 Fahrzeuge angibt. Vier Jahre alte Elektroautos kamen 2025 auf eine PKZ von 6,5, gleich alte Verbrenner lagen bei 12,5. Dem ADAC zufolge liegt der Vorteil der E-Autos vor allem in der geringeren Zahl verschleißanfälliger Bauteile. Bei Verbrennern zählen insbesondere Antriebsstrang und Kraftstoffsystem zu den häufigen Fehlerquellen. 

Unabhängig von der Antriebsart bleibt ein Defekt der 12-Volt-Batterie die mit Abstand häufigste Pannenursache. Fast die Hälfte aller Einsätze ging darauf zurück. Bei Elektroautos fällt zudem ein vergleichsweise hoher Anteil an Pannen im Bordnetz auf. Die Pannenkennziffer liegt hier höher als bei Verbrennern, was der Autoclub auf die komplexere Bordelektronik von Elektrofahrzeugen zurückführt. 

E-Autos: BMW i3 und Tesla Model 3 top – Toyota mit Problemen

Die Statistik zeigt auch deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Modellen. Besonders zuverlässig waren bei den dreijährigen Fahrzeugen der BMW i3 mit einer PKZ von 0,4 und das Tesla Model 3 mit 0,7. Bei den Verbrennern verzeichneten Mini und BMW X2 mit jeweils 0,8 besonders niedrige Pannenzahlen.

Auffällig häufig liegen blieben dagegen mehrere Modelle von Toyota, darunter C-HR, RAV4, Yaris (Cross) und Corolla. Bei den Elektroautos stachen die vergleichsweise hohen Pannenzahlen des Hyundai Ioniq 5 hervor, bei dem ein Problem mit einem Bauteil der Stromversorgung festgestellt wurde.

Berücksichtigt wurden in der Pannenstatistik nur Baureihen, die in mindestens zwei Jahren zwischen dem ersten und zehnten Jahr einen Fahrzeugbestand von mehr als 7.000 Einheiten aufweisen.


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