Derzeit wird jeder zweite BMW-Neuwagen in Deutschland über die BMW Bank geleast oder finanziert. Dies teilte das zum Münchner Hersteller gehörende Finanzunternehmen heute mit. Das Geschäft in diesem Jahr habe die Erwartungen übertroffen, sagte BMW Bank-Chef Frank Stenner am Dienstag der Nachrichtenagentur "dpa" in München. Bei den Fahrzeugfinanzierungen werden weiterhin 30 Prozent von anderen Banken übernommen. Damit habe BMW den Konkurrenten Marktanteile abgenommen, hieß es. Noch zum Jahresbeginn kamen BMW und die anderen Banken auf jeweils etwa 40 Prozent. Niedrigstzinsangeboten erteilte der Hersteller trotz der derzeitigen Branchenflaute eine Absage. "Bei den Produkten, die wir haben, haben wir das nicht nötig", sagte Stenner. Auch für das kommende Jahr sei keine Null-Prozent-Finanzierung vorgesehen. Insgesamt hat die BMW Bank derzeit einschließlich des Geschäfts mit Einlagen und Investmentfonds 630.000 Kunden. Für das kommende Jahr ist Stenner verhalten gestimmt. Vor allem die geplante Erhöhung der Dienstwagensteuer werde das Geschäft belasten. Ein Großteil der finanzierten Fahrzeuge sind Geschäftswagen. BMW befürchtet, dass viele Käufer auf das nächstkleinere Modell umsteigen könnten, wenn die Steuer erhöht wird. (dpa)
BMW Bank: 2002 übertrifft Erwartungen
Beim Münchner Hersteller gibt es auch im kommenden Jahr keine Null-Prozent-Finanzierungen