Mercedes-Benz ruft weltweit mehr als 23.000 Fahrzeuge des SUV-Modells GLE zurück. Grund ist eine möglicherweise fehlerhafte Montage eines Abschirmblechs, wodurch eine Kraftstoffleitung beschädigt werden kann. Im schlimmsten Fall kann Kraftstoff austreten, was neben Antriebsproblemen auch ein Sicherheitsrisiko darstellt. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Rückrufaktion.
Ein Kraftstoffverlust kann nicht nur Auswirkungen auf den Motorbetrieb haben, sondern im weiteren Verlauf auch zu einem Ausfall des Antriebs führen. Entsprechend stuft das KBA die Angelegenheit als sicherheitsrelevanten Mangel ein und überwacht die Rückrufmaßnahme.
Die Rückrufaktion betrifft Modelle, die zwischen dem 29. August 2022 und dem 3. September 2025 produziert wurden. Weltweit umfasst die Maßnahme 23.606 Fahrzeuge. In Deutschland sind 6.772 Fahrzeuge betroffen.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: Mercedes-Benz
- Modell: GLE
- Produktionszeitraum: 29.08.2022 – 03.09.2025
- Rückrufgrund: Kraftstoffleitung kann an einem fehlerhaft verbauten Abschirmblech scheuern
- Risiko: Kraftstoffaustritt und möglicher Antriebsverlust
- Maßnahme: Überprüfung von Abschirmblech und Kraftstoffleitung, gegebenenfalls Nacharbeit
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: 23.606
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 6.772
- KBA-Referenznummer: 16925R
- Hersteller-Rückrufcode: 4790309
- Status: Behördlich überwacht
Maßnahmen
Zur Behebung des Problems werden in den Mercedes-Benz-Werkstätten das Abschirmblech sowie die Kraftstoffleitung kontrolliert. Falls erforderlich, werden die betroffenen Bauteile nachgearbeitet beziehungsweise instandgesetzt. Wie lange die Maßnahme im Einzelnen dauert, wurde vom KBA nicht veröffentlicht.
Noch keine Vorfälle bekannt
Da eine technische Überprüfung und gegebenenfalls Nacharbeit erforderlich sind, dürfte der Werkstattaufenthalt jedoch über die Dauer eines reinen Software-Updates hinausgehen. Dem Kraftfahrt-Bundesamt sind bislang keine Sach- oder Personenschäden bekannt, die mit dem Mangel in Zusammenhang stehen.