suchen
Aston Martin DBX

Reine Formsache

10
1180px 664px
2020 springt auch Aston Martin auf den SUV-Trend auf.
©

Häppchenweise hat Aston Martin immer wieder die Öffentlichkeit über sein SUV-Projekt DBX angefüttert. In Los Angeles wurde nun endgültig aufgetischt.

Von Mario Hommen/SP-X

Auf der LA Auto Show (bis 1. Dezember) hat Aston Martin endgültig die Hüllen von seinem ersten SUV-Modell DBX fallen lassen. Angesichts der vielen zuvor verratenen Details war dieser Akt reine Formsache. Doch genau um die Form in ihren Details ging es noch, die eben das Unmögliche möglich machen muss: Einen SUV wie einen Sportwagen aussehen zu lassen.

Immerhin ist das Aston Martin deutlich besser gelungen als einst Porsche mit seinem ersten Cayenne. Ein temporeiches Sickenspiel, ein coupéhafter Dachverlauf, die ausgeprägte Taillierung oder das Riesenmaul der Front lassen keinen Zweifel am dynamischen Ansinnen des DBX. Scheinwerferoptik und Kühlergrilldesign verleihen dem knapp über fünf Meter langen 2,3-Tonner die Aura, ein echter Abkömmling der britischen Traditionsmarke zu sein. 

Für einen Aston Martin ist der DBX allerdings ungewöhnlich praktisch. Vier Personen finden im geräumigen Inneren Platz. Zudem gibt es einen 632 Liter fassenden Kofferraum, der sich dank einer im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rückbanklehne zudem erweitern lässt. Ansonsten zeichnet sich die Fahrgastkabine durch einen stilvollen und wohnlichen Mix aus Leder, Alcantara, Metall und schwarzen Hochglanzflächen aus. Die bei englischen Autobauern einst in großem Stil im Armaturenbrett verwendeten Holzapplikationen wurden im Fall des DBX auf Mittelkonsole und Türinnenverkleidung beschränkt.

Bildergalerie

Modern ist der DBX auch bei der Gestaltung der sportlich akzentuierten Kommandozentrale mit einem 12,3 Zoll großen Display als Kombiinstrument und einem 10,25 Zoll großen Touchscreen für das Infotainmentsystem. Oberhalb des mittig im Armaturenbrett eingelassenen Touchscreens befinden sich der Startknopf für den Motor sowie Bedienknöpfe für das Getriebe. Einen Schalthebel für die Automatik gibt es im aufgeräumten Cockpit nicht.

550 PS Schwaben-Power

Das Getriebe, eine neunstufige Automatik, ist gekoppelt an einem Vierliter-V8, der dank doppelter Turboaufladung 405 kW / 550 PS und 700 Newtonmeter leistet. Wie schon bei Vantage und DB11 stammt das Aggregat von Kooperationspartner Mercedes-AMG. Die Schwaben-Power schiebt den allradgetriebenen DBX in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 291 km/h möglich. Sparsam kann ein solches Mobil nicht bewegt werden; der Normverbrauchswert von 14,3 Liter überrascht wenig.

Beim DBX steht dynamischer Fahrspaß im Vordergrund, weshalb der Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Differenzialsperre und einem Mittendifferenzial zur variablen Drehmomentverteilung zwischen den Achsen gerüstet ist. Zudem sorgen Fahrwerksschmankerl wie Mehrlenkerachse hinten und Doppelquerlenker an der Vorderachse, eine Mischbereifung auf 22-Zoll-Rädern mit 285er-Reifen vorn und 325er hinten für Stabilität. Darüber hinaus wurde das Fahrwerk mit Luftfederung, Wankausgleich und Adaptivdämpfern gerüstet, was einen breiten Spagat aus sportlicher Härte und hohen Komfort ermöglicht. Zugleich erlaubt die Luftfederung auch eine variable Bodenfreiheit, hilfreich bei Fahrten jenseits asphaltierter Wege.

Hoch einsteigen muss man beim DBX auch in finanzieller Hinsicht: 162.605 Euro netto kostet der ab dem zweiten Quartal 2020 verfügbare Brite mit AMG-Herzen.

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema SUV:

Modellplaner



Fotos & Videos zum Thema SUV

img

Skoda Kodiaq 4X4 Fahrbericht

img

Porsche 911 GTS (2022)

img

Hyundai Ioniq 5 (Fahrbericht)

img

Dacia Duster (2022)

img

BMW X4 M40i (2022)

img

BMW X3 (2022)


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2021 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Fahrbericht Skoda Kodiaq 4X4

Gute alte Autowelt

Der Groß-Tscheche namens Kodiaq fährt bis zu sieben Insassen auch mal knapp 700 Kilometer weit. Das Facelift macht ihn edler und etwas kräftiger.


img
Mit Opels Elektro-Vans durch die Dolomiten

Der Berg ruft!

Von wegen Elektroautos sind nur was für die Stadt - erst recht als leichte Nutzfahrzeuge. Mit Zafira-E und Vivaro-E beweist Opel jetzt in den Tiroler Dolomiten das...


img
Vimcar-Studie zeigt

Damit kämpfen Fuhrparkleiter der Baubranche

Welche Punkte bereiten der Baubranche bei der Fuhrpark-Verwaltung die meisten Sorgen, wie viel Aufwand steckt dahinter und welche Tools setzen die Verantwortlichen...


img
VW-Strategie

Vollgas Richtung E-Mobilität

Noch sind Elektroautos bei VW eine Randerscheinung. Doch Herbert Diess hat den Konzern und seine Marken darauf eingeschworen, stärker als bisher auf E-Mobilität...


img
Neuausrichtung

Auto Fleet Control verstärkt sich personell

Ab 1. August 2021 verantwortet Matthias Heußner als weiterer Geschäftsführer die Vertriebs- und Marketingaktivitäten aller Unternehmenseinheiten. Unterstützt wird...