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Fahrbericht Citroën C3 Aircross Facelift

In aller Farbenfrische

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Citroen hat den C3 Aircross geliftet.
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Nach rund vier Jahren Bauzeit bekommt der C3 Aircross ein Update, das sich vor allem auf die Optik bezieht. Etwas modernere Technik und einen renovierten Innenraum gibt es allerdings auch.

von Patrick Broich

Wenn ein Auto selbst in der Mitte seines Modellzyklus’ noch gut dasteht, muss man es nicht krampfhaft modifizieren. Das dachte offenbar auch Citroën und beließ das Kleinwagen-SUV namens C3 Aircross weitgehend, wie es war. Die neu gestaltete Front, deren Änderungen allerdings nur Fans auffallen dürften, wirkt gefällig. Das Licht kommt jetzt aus LED-Einheiten, um in der Leucht-Performance besser zu punkten als mit den inzwischen doch als etwas schwachbrüstig geltenden Halogen-Scheinwerfern.

Am Motorenprogramm fällt auf, dass der Kunde, neben den in diesem Segment sicherlich stärker nachgefragten Benzinern, immer noch Dieselmotoren bekommt – sogar in zwei Leistungsvarianten und auch mit Automatik. Den preislichen Einstand bildet der 81 kW / 110 PS starke Otto-Dreizylinder mit 1,2 Litern Hubraum (18.790 Euro), zwingend mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Die Variante mit 96 kW / 131 PS zum Tarif von mindestens 23.890 Euro (netto 20.076 Euro) verteilt ihre Kraft ausschließlich an eine sechsstufige Wandlerautomatik. Die maximal 3,9 Liter je 100 Kilometer (NEFZ, gemittelt) verbrauchenden Selbstzünder, allesamt 1,5 Liter große Vierzylinder, mit 81 kW / 110 PS respektive 88 kW / 120 PS (Automatik) starten bei 22.840 beziehungsweise 25.540 Euro (netto: 19.193 bzw. 21.462 Euro).

Erste Testfahrt

Für die erste Testfahrt hat Citroën den 96 kW / 131 PS Benziner samt Automatikgetriebe (5 Liter/100 km gemittelt) mitgebracht. Dass der charakteristisch klingende Dreizylinder keine große Mühe mit dem 1,3-Tonner hat, liegt auf der Hand. Einen Athleten macht er aus dem höher bauenden C3 natürlich auch nicht, aber doch ein souverän motorisiertes Auto. Erfrischend ist, dass die Franzosen beim automatischen Sechsgänger bleiben, der zwar weniger Übersetzungen bietet, aber durchaus mit weniger Schaltpausen kämpfen muss als die Vielgang-Getriebe mit acht Stufen oder mehr, bei denen zwischen den Gangwechseln je nach Konstellation immer wieder Kupplungen geöffnet und geschlossen werden müssen plus die ohnehin zeitfressende Steuerung der Wandlerüberbrückung.

Hier zeigt sich, dass weniger in der Praxis auch mehr sein kann. In welcher Lebenslage auch immer man das Gaspedal des Puretech130 niederdrückt, er hält sich nicht lange mit dem Sortieren der Gänge auf und nimmt stattdessen hurtig an Tempo zu.

Interessanter als der Antrieb ist der C3 Aircross-Innenraum mit ungewohnt üppig gepolsterten Sesseln. Schon die Urversion fiel durch Fauteuils auf, jetzt hat der Hersteller nachgelegt und nennt die geschmeidigen Möbel "Advanced Comfort Sitze", die den günstigeren Ausführungen allerdings vorenthalten bleiben. Problemlos denkbar, hier auch mal ein paar Stunden am Stück auszuhalten, zumal Raumeindruck und Nutzwert ohnehin ordentlich ausfallen inklusive reichlich Platz für die Passagiere und Goodies wie einen variabler Kofferraumboden.

Drei Farben zur Auffrischung

Das zentrale Display (9 Zoll) fällt jetzt zwei Zoll größer aus als früher – aber wiederum nur bei höheren Ausstattungsvarianten. Dort läuft dann immer ein integriertes Navigationssystem, während man schon ab der zweiten Ausstattungslinie (Feel Pack) auf eine Smartphone-Integration zählen kann, um den Bildschirm des eigenen Telefons per Apple CarPlay oder Android auf den Fahrzeugmonitor zu spiegeln. Und während Features wie Spurhalteassistent, Tempomat sowie Verkehrszeichen-Erkennung selbst bei der Basis zum Grundrüstzeug gehören, gibt es die aktive Notbremsung nur für teuersten beiden Ausgaben "Shine" und "Shine Pack".

Drei frische Farben wie das stylische "Khaki", ein neues Blau und Weiß runden die Auffrischung des Äußeren ab. Mit diversen Farbpaketen und zwei Dach-Kontrasttönen lassen sich laut Hersteller rund 70 verschiedene Exterieur-Variationen realisieren. 

 

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