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Erste Ausfahrt im Citroën C5 X Plug-in Hybrid: Rendezvous im D-Segment

Der Citroën C5 X mit Plug-in-Hybrid-Antrieb ist die beste Wahl.
© Foto: Dani Heyne / Citroën

Der flotte Franzose ist anders als seine "Klassenkameraden". Das ist aber nicht der einzige Grund, der ihn attraktiv macht.


Datum:
30.03.2022
Autor:
Timo Bürger/Autoflotte
Lesezeit: 
3 min
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Oh, là, là - das ist ja ein ganz aparter Typ, den Citroën da auf die markanten 19-Zöller gestellt hat: Ein bisschen höhergelegt wie ein SUV, eine sehr flach stehende Heckscheibe, unter der sich ein Kombi-ähnliches Gepäckabteil verbirgt, eine hohe Gürtellinie mit langer Motorhaube und auffällig betonten Radkästen und eine dynamisch wirkende V-förmige Lichtsignatur kombiniert mit dem charakteristischen Citroën-Doppelwinkel. Ziemlich extraordinär und optisch ganz anders als die bekannten oberen Mittelklasse-Kandidaten BMW 5er, Audi A5, oder Mercedes E-Klasse.


Citroën C5 X Fahrbericht (2022)

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Mit dem Citroën C5 X feiern die Franzosen ihr Comeback jetzt im D-Segment: Jahrelang hatte es weder einen repräsentativen C6 noch einen C5 im Portfolio gegeben. Die Stellantis-Tochter bietet nun den 4,80 Meter langen Mittelklasse-Crossover mit zwei Benzinern und einer Hybridvariante an. Die Auslieferungen starten im Mai – wir durften den Franzosen bereits jetzt im hügeligen katalanischen Umland bei Barcelona ausgiebig unter die Lupe nehmen.

Citroën C5 X Plug-in Hybrid: Motor und Fahrwerk überzeugen

Der C5 X mit dem Plug-in-Hybrid ist eine gute Wahl. Die 225 PS tun dem Fahrzeug wirklich gut, der Wagen muss sich zum einen akustisch weniger mühen und absolviert auch dank E-Unterstützung kurze Zwischensprints und Überholmanöver deutlich souveräner. Immerhin muss auch ein Gewicht von etwa 1800 Kilogramm beschleunigt und in Fahrt gehalten werden.

Der hybride C5 konnte auf unseren ersten Erprobungsfahrten tatsächlich in Sachen Spritverbrauch überzeugen. Die versprochenen 60 Kilometer rein elektrisches Fahren (bis zu 135 km/h möglich) waren nicht ganz drin – am Ende stand war aber doch ein sehr akzeptabler Verbrauch von exakt 5,5 Litern im neuen (und sehr großen) Head-up-Display eingeblendet. (Bei dem 180 PS starken Benziner war eine vergleichbare Etappe nicht unter sieben Litern zu absolvieren). 

Den Stromverbrauch – hochgerechnet auf 100 Kilometer – geben die Franzosen mit 16,6 kWh an. Bis zu einer Geschwindigkeit von 135 km/h kann der Franzose leise rein elektrisch fahren – damit ist auch die eine oder andere Landpartie emissionslos möglich. Zu wissen, wo die nächste Tankstelle ist, ist bei dem Hybridwagen von Vorteil. Der Tank mit seinen 40 Litern Fassungsvermögen entspricht in etwa dem eines VW Polo - bei den Benzinern sind es immerhi 52 Liter.


Citroën C5 Aircross Facelift (2022)

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In Serie kommt das netto 37.798 Euro teure Fahrzeug mit Mode-2-Ladekabel und On-Board-Charger mit 3,7 kW Ladeleistung. Damit ist schon etwas Geduld – etwa vier Stunden - gefragt, bis die 12,4 kWh große Batterie wieder geladen ist. Für den 7,4 kW starken On-Board-Charger müssen 440 zusätzliche Euro investiert werden. Dann ist der Speicher schon in knapp zwei Stunden wieder voll. Superschnelle DC-Ladung ist - wie bei vielen Plug-in-Hybriden auch- nicht vorgesehen.

Bequem sitzen, bequem fahren, bequem laden

Überzeugen kann der Mittelklasse-Wagen in Sachen Komfort und Fahrwerk. Citroën spendiert seinem neuen Flaggschiff (nur die Hybrid-Variante) das Advanced Comfort Aktivfahrwerk. Über vier verschieden Fahrmodi lässt sich die Härte der Federung justieren. Das Ergebnis: Der hybride Franzose liegt deutlich satter, ruhiger und souveräner (vor allem im "Sport“-Modus) auf der Straße als sein nicht-hybrider Bruder PureTech 180; letzterer muss ohne das adaptive Fahrwerk auskommen und wirkt zuweilen etwas nervös und schwammig. Dieses ausgeglichene Fahrgefühl ist allemal den Aufpreis von etwa 4.000 Euro wert – zumal davon wieder die Föderungen für Plug-in-Fahrzeuge subtrahiert werden.

Was Hybrid und Benziner jedoch eint: Beim beherzten Tritt aufs Gaspedal macht sich die Achtstufen-Automatik EAT8 akustisch doch deutlich bemerkbar – dann heult das Fahrzeug auf; ansonsten ist im Innenraum nur wenig von störenden Außengeräuschen zu vernehmen, bei der Dämmung hat Citroën gute Arbeit geleistet.

Als Dienstwagen gut geeignet

Vielfahrer werden sich garantiert in den neuen Advanced Comfort Sitzen wohlfühlen, die fast schon Matratzen-artig dick gepolstert sind, viel Seitenhalt bieten und damit eine Wohltat für ermüdete Rücken und Hinterteile sind. Wer noch mehr Entspannung braucht: In der Ausstattung "Hype Adamantium" gibt es für Fahrer-und Beifahrersitze auch Massage-, Belüftungs- und Sitzheizungsfunktion. Kleiner Minuspunkt: Der Anschnallgurt ist leider nicht in der Höhe verstellbar.

Ein Lob gibt es zudem für das neue Infotainment-System mit dem optional zwölf Zoll großen Bildschirm. Dieses Touch-Display ist auch während der Fahrt zuverlässig zu bedienen, die Finger hinterlassen überraschend wenig Spuren beim Antippen. Die vektor-artige Graphik des Navigationssystem mag zwar etwas altbacken wirken – nichtsdestotrotz funktioniert das System schnell und zuverlässig. Schön, dass es eine Mulde für induktives Smartphone-Laden (ab Ausstattung "Shine") gibt – noch schöner, dass nun auch die Inhalte von iPhone & Co. kabellos gespiegelt werden können. 

485 Liter passen ins Gepäckraumabteil des Hybrid-C5 X hinein – das ist den verbauten Akkus (und der Coupé-artig gestalteten Heckscheibe) zuzuschreiben. Beim Benziner sind es immerhin 545 Liter. Zum Vergleich: Ein zehn Zentimeter kürzerer BMW 3er Touring bietet 500 Liter. Wer dennoch viel einladen muss, freut sich über eine niedrige Ladekannte und eine breite Öffnung. Die Führungsschienen im Kofferraum sind in Serie verbaut. Dank vierer Verzurrösen lassen sich Sperrgut und andere Gegenstände sicher befestigen. Schade: Die praktische Heckklappenbetätigung nur mit Fußsteuerung ist leider erst in der höchsten Ausstattung serienmäßig vorhanden. Und den Heckscheibenwischer haben sich die Franzosen auch gespart.

In Summe ist der Citroën C5 Plug-in Hybrid eine gute Wahl für alle die das Andersartige, das Avantgardistische schätzen. Der Wagen ist mutig gestylt, Technik, Haptik und Anmutung überzeugen. Vielfahrer müssen sich nicht grämen, dass es keine Dieselmotorisierung gibt, sondern dürfen sich freuen, einen Benziner mit dem Verbrauch eines Dieselfahrzeuges zu fahren – vorausgesetzt natürlich, man lädt zuverlässig Strom nach.

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