Ford Transit City im Test: Surrende Stadthelden

28.05.2026 09:08 Uhr | Lesezeit: 2 min
Ford Transit City Fahrgestell
Ford Transit City Fahrgestell
© Foto: Ford

In der Ein-Tonnen-Klasse bringt Ford mit dem Transit City einen "urbanen Stromer", der gerade auch als Fahrgestell viele Flotten erreichen wird.

Ford fühlt sich bei den Transportern pudelwohl. Mittlerweile sind diese auch elektrisch angetrieben, auch wenn der stromernde Alleskönner nicht jeden Handwerker oder Baustellenleiter immer glücklich macht. Stichwort: Ladeinfrastruktur. Aber auch hier will das Verkehrsministerium finanzielle Anreize setzen.

Das neue Angebot von Ford zum E-Transporter ist das nun fünfte Mitglied der Transit-Familie, das konsequenterweise genau auf das Habitat der Stromer, nämlich die Stadt, abgestimmt ist und daher auch so heißt: Transit City.

So soll der urbane Held dank schlanker Technikarchitektur, geringen Betriebskosten und einer hohen Alltagstauglichkeit der ideale Begleiter etwa für KEPler, Bauunternehmen, Kommunalfuhrparks und die vielen Handwerksflotten sein. Und das gerade auch als Fahrgestell-Version.


Ford Transit City

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Ford Transit City bietet Effizienz statt Topleistung

Mit 150 PS ist der Stadtheld auf dem Papier ausreichend motorisiert. Als Energieträger dient eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP). Die Speichertechnik gilt als robust, langlebig und kostengünstig.

Mit 254 Kilometern Reichweite fällt der Aktionsradius des 56-kWh-Akkus formal klein aus, er ist aber für Metropolregionen ausreichend. Das spiegelt sich im Preis wider, der noch nicht kommuniziert wurde. Denn die Produktion soll erst im Sommer starten, Ende des Jahres soll der Transit City dann in derselbigen sichtbar werden. Als Richtlinie nennt Ford das Preislevel zwischen dem E-Transit Courier (ab 30.000 Euro) und dem E-Transit Custom (ab knapp 50.000 Euro).

Wer dann tourt und längere Standzeiten hat, dem wird die 11-kW-AC-Ladeleistung reichen, die von 10 auf 80 Prozent Akku einen halben Arbeitstag braucht. Wer schneller Reichweite für den E-Lastenesel ziehen muss, steckt den DC-Stecker und ist nach einer gut halbstündigen Pause bei 80 Prozent (87 kW in der Spitze, 67 kW im Mittel), rechnen die Kölner vor.

Den Erfolg von Ford im Segment machen die hohe Flexibilität und das eigene Händlernetz aus. So gibt es neben den zwei Kastenwagen (L1H1 und L2H2) auch ein Fahrgestell mit Einzelkabine für Aufbaulösungen. Für Elektro-Stomer ist das neu.

Maximal achteinhalb Kubikmeter Transportvolumen bietet der City, was den Platz für bis zu drei Europaletten bringt und eine Nutzlast zwischen 1.085 und 1.275 kg bedeutet.


Ford Transit City: Technische Daten

  • E-Motor |110 kW (150 PS)
  • Batterie: 56 kWh (LFP)
  • Laden: AC 11 kW|DC 87 kW
  • WLTP-Reichweite: 254 km
  • L1H1|L2H2|Fahrgestell
  • Ladevolumen: 6 bis 8,5 m³
  • Nutzlast: 1.085 bis 1.275 kg
  • Ladekapazität: maximal 3 Euro-Paletten
  • Service: 2 Jahre/40.000 km
  • Batteriegarantie: 8 Jahre oder 160.000 km
(Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer)


Ford Transit City: Chinesischer Partner

Der erste Blick in den Innenraum zeigt die für E-Fahrzeuge typisch aufgeräumte Art - unter anderem ein 12-Zoll-Touchscreen mit Apple CarPlay & Android Auto. Viel Auswahl wird es beim City generell nicht geben, der bewusst einer Standardkonfiguration entspricht. Häufiges Ein- und Aussteigen (KEP) fällt indes leicht, denn die Ladekante des Fronttrieblers fällt niedrig aus.

Warm ums Herz soll es dem Fuhrparkleiter beim Blick auf die Betriebskosten werden. Diese hängen zum Großteil natürlich vom Stromtarif ab. Aber beim Thema Wartung kündigen die Rheinländer einen Vorteil gegenüber einem vergleichbaren Diesel von bis zu 40 Prozent an. Das Serviceintervall liegt bei zwei Jahren oder 40.000 Kilometern. Entwickelt und gebaut wird der City mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner Jiangling.

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