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Der Fast-alles-Könner

Bei der Neuauflage des kompakten Octavia öffnet Skoda vor allem die Konzerntruhe mit den zahlreichen Antriebsvarianten. Bis auf einen Voll-Stromer kann der Tscheche nun alles - und glänzt dabei.


Datum:
02.11.2020
Autor:
rs
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So selbstbewusst hat sich Skoda selten gegeben wie in der aktuellen Zeit. Das tschechische Raumwunder, das sich immer stärker aus dem großen VW-Baukasten bedienen konnte - auch wenn es dabei deutliche Grenzen gab und gibt -, passt in die Zeit des Umbruchs, in der man die eigenen finanziellen Mittel klug einsetzen muss und die Frage der Antriebstechnik möglichst variantenreich gestaltet, um selbst zu erleben, welcher Weg des CO2-Sparens der passende ist? Für Skoda beschreitet zweifelsohne der Octavia diesen Weg, denn der Allrounder findet selbst im Krisenjahr so viele neue Dienstwagenfahrer wie der etwas edlere Superb und der hochbeinige Kodiaq zusammen.

Früher differenzierte für den Dienstwagenfahrer das Niveau jenen persönlichen Touch, den das Firmenfahrzeug erhalten sollte. Diese Details leiteten sich meist anhand der eigenen Lebensumstände ab. Heutzutage ist Mobilität komplexer, denn es gibt - vor allem im urbanen Raum - Alternativen zum Diesel-Kombi, der bis zum SUV-Durchbruch das Vehikel der geschäftlichen Mobilität definierte.

Mild-, Plug-in-Hybrid, Erdgas

Das mit dem Kombi passt noch immer, nur differenziert sich die Antriebsart mittlerweile viel stärker aus, was sich am neuen Octavia gut zeigen lässt. Die vierte Generation des Longsellers (seit 1996) bietet neben den Otto- und Diesel-Derivaten auch Mildhybrid (e-Tec), Plug-in-Hybrid (iV) sowie Erdgas (g-Tec). Was der Frage:"Für wen genau soll der Octavia sein?" etwas Grundsätzliches verpasst. Denn der kompakte Tscheche bleibt unabhängig von Kraftstoff oder Motorenkonzept immer ein opulenter Platzspender und gut sowie clever ausgestatteter Reisebegleiter.

Ein Plug-in-Hybrid darf im Jahr 2020 natürlich nicht fehlen, genauso wenig wie der Hinweis, dass das Ladekabel die Regel und die Zapfpistole die Ausnahme sein sollte. Der Octavia iV ist mit Ausnahme des Offroader Scouts ab dem Niveau Ambition verfügbar und bringt es auf 150 kW/204 PS sowie 350 Newtonmeter Drehmoment. Der RS rollt mit extra 41 PS, 50 Nm, dem passenden Sportfahrwerk sowie einem achtsekündigen Boost vornweg. Serie ist bei beiden das Sechsgang-Direktschaltgetriebe, das im Zusammenspiel mit dem Fahrer E-Reichweiten von bis zu 60 Kilometern emissionsfrei und surrend zustande bekommen kann. Soweit soll der 13 kWh große Speicher laut WLTP-Zyklus reichen.

In fünf Stunden ist dieser an der Steckdose aufgeladen. Der Anschluss ist auf der Fahrerseite, was für Ladesäulennutzer im öffentlichen Raum eine lange Leitung oder verkehrswidriges Parken bedeuten kann. Wer im Winter draußen startet, kann den E-Modus bis minus zehn Grad nutzen. Dieser bringt maximal 115 PS Leistung und einen Top-Speed von 140 km/h auf die Straße. Im Hybrid-Modus wächst das PS-Vermögen auf 150 an und erlebt sein Maximum von 204 respektive 245 PS im RS beim Treten des Kick-Downs oder sobald der Fahrprofilschalter im Sport-Modus verweilt. Den Energiefluss dreht die Rekuperation wieder um. Diese kennt drei Stufen, was gerade für Stromer-Neulinge ein Gewinn ist, denn zwischen dem gewohnten Ausrollen lassen und dem deutlichen Zug der E-Bremse liegt einiges an individuellem Fahrempfinden. Der Eco-Assist leitet mit Hinweisen den Fahrer an, das Doppel-Herz effektiv einzusetzen.

Den gerade in der Klasse über dem Octavia beliebten Zwischenschritt des Mild-Hybriden, also einer besseren innerstädtischen Start- (50 Nm Boost) und autobahnaffinen Segel-Hilfe, geht auch der Tscheche mit dem e-Tec. Die beiden TSI-Benziner - 1,0-Liter-Dreizylinder mit 110 PS sowie 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS - harmonieren mit dem 48-V-Riemen-Startergenerator und einer 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie mit 0,6 kWh Kapazität. Gesteuert wird mit Siebengang-DSG, was bis zu 0,4 Liter Super-Kraftstoff pro 100 Kilometer sparen soll, so Skoda.

Viele Sicherheits-Features

Erdgas-Fahrern steht die Tür in die vierte Octavia-Auflage ebenfalls offen. Mit der 1,5-Liter-TSI-Basis (130 PS) sollte es ein gutes Vorankommen geben, auch wenn es diese auf der Testrunde etwas an Spritzigkeit hat fehlen lassen. Dafür rückt die CO2-Bilanz bei einem Normverbrauch rund um die Marke von vier Kilogramm Erdgas in die richtige Richtung. Zur Ersparnis von rund einem Viertel an CO2 gegenüber dem Benziner kommt der günstige CNG-Preis an der Tankstelle. Mit etwas über 17 Kilogramm an Bord sind auch 500 CNG-Kilometer möglich. Als Backup dient der Benzin-Tank mit neun Litern. Der Kofferraum im Kombi schrumpft um 145 auf 495 Liter.

Im Interieur erwartet einen viel Vertrautes aus der VW-Konzernwelt. Je nach Wahl des Infotainmentsystems wächst das Zentraldisplay auf bis zu zehn Zoll an und Online-Dienste wie Fernzugriff auf das Fahrzeug sowie die Daten kommen an Bord. Gekoppelt wird das Smartphone per Android Auto, Apple Car Play oder Mirror Link. Das Cockpit-Display fällt mit 10,25 Zoll etwas größer aus als bisher und da es digital ist, kann man es individualisieren. Zwei interessante Sicherheits-Features sind ebenfalls in der vierten Generation zu finden: das Head-up-Display sowie der Zentralairbag, der verhindert, dass im Crashfall die Köpfe von Fahrer und Beifahrer zusammenstoßen. Weitere Helferlein verbergen sich hinter den Bezeichnungen: Ausweich- und Abbiegeassistent, Front-, Side- oder Travel-Assist, Ausstiegswarner sowie die lokale Gefahrenwarnung.

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