KI statt Dashboard-Flut: Was Fuhrparks wirklich brauchen

06.11.2026 09:23 Uhr | Lesezeit: 2 min
NaKoBeMo 2026
NaKoBeMo 2026
©Foto: Bundesverband betriebliche Mobilität

Mehr Daten bedeuten nicht automatisch bessere Entscheidungen. Bei der NaKoBeMo 2026 zeigen Experten, wie KI und Fahrzeugdaten das Flottenmanagement effizienter machen können und wo Datenschutz Grenzen setzt

Fahrzeugdaten, Ladeinformationen und Künstliche Intelligenz versprechen mehr Effizienz im Fuhrpark. Doch welche Daten bringen Unternehmen tatsächlich weiter und wo liegen die Grenzen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Nationale Konferenz für betriebliche Mobilität. Die NaKoBeMo 2026 findet am 24. und 25. November im Heidelberg Congress Center statt. Programm und Anmeldung sind hier verfügbar.

Unter dem Motto „Vom Mobilitätstrend zur Unternehmenspraxis: Digital. Nachhaltig. Kosteneffizient.“ richtet die Veranstaltung den Blick vor allem auf den praktischen Nutzen der Digitalisierung. Fuhrpark- und Mobilitätsverantwortliche sollen besser einschätzen können, welche Anwendungen sie im Alltag unterstützen, welche Informationen dafür notwendig sind und welche organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Fahrzeugdaten und KI. Leon Aink von Geotab widmet sich der Frage, warum Fuhrparks künftig nicht unbedingt mehr Dashboards, sondern vor allem bessere Entscheidungen benötigen. "KI im Fuhrpark ist kein Selbstzweck: Sie muss bessere Entscheidungen ermöglichen, nicht nur weitere Dashboards erzeugen", sagt Leon Aink. Entscheidend sei, welche konkrete Fragestellung ein Unternehmen beantworten wolle, welche Fahrzeugdaten dafür benötigt würden und wer darauf zugreifen dürfe.

Mobilitätsdaten intelligent nutzen

Katharina Meyer von TÜV Rheinland zeigt wiederum, wie Mobilitätsdaten bereits heute intelligent genutzt werden können und welche weiteren Möglichkeiten sich abzeichnen. Das Thema wird anschließend im Live-Podcast „Müller & Prinzing“ aufgegriffen, in dem Michael Müller und Marc-Oliver Prinzing mit Katharina Meyer diskutieren.

Neben den technischen Möglichkeiten rücken auch Datenschutz und Datensicherheit in den Fokus. Vernetzte Elektroautos, Ladevorgänge und Mobilitäts-Apps produzieren immer größere Datenmengen. Deren Einsatz verlangt von Unternehmen deshalb klare Regeln. Susanne Jonetzko vom Verband der Automobilindustrie (VDA) erläutert bei der NaKoBeMo, was bei vernetzten Mobilitätslösungen zu beachten ist.

Für das Flottenmanagement bieten Fahrzeugdaten nach Einschätzung von Susanne Jonetzko erhebliche Potenziale, etwa bei der Optimierung von Ladevorgängen oder der vorausschauenden Wartung. Unternehmen müssten jedoch vorab definieren, welche Daten sie benötigen, zu welchem Zweck sie diese einsetzen und welche Informationen Fahrer erhalten müssen, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Das betrifft insbesondere Standort- und Fahrdaten sowie die Abgrenzung zwischen dienstlicher und privater Fahrzeugnutzung. Gefordert ist eine zweckgebundene, transparente und sichere Verarbeitung, die zugleich die Interessen der Fahrzeugnutzer berücksichtigt.

Neben KI und Datenschutz stehen weitere Fragen der digitalen Mobilitätssteuerung auf der Agenda. Zu den Programmpunkten gehören Beiträge von Leon Aink über Daten und Entscheidungsprozesse im Fuhrpark, von Katharina Meyer zur Nutzung von Mobilitätsdaten sowie von Susanne Jonetzko zu Datenschutz und Datensicherheit bei E-Fahrzeugen, Ladevorgängen und Mobilitäts-Apps. Hinzu kommt der Live-Podcast von Michael Müller und Marc-Oliver Prinzing.

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