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Fahrbericht: Aston Martin trimmt den Roadster auf Leistung

13.05.2025 09:44 Uhr | Lesezeit: 3 min
Der Vantage Roadster ist ein Sport-Cabrio der Luxusklasse mit V8-Motor und 665 PS Leistung, verpackt in umwerfendes Design.
© Foto: Aston Martin

Aston Martin setzt bei seinen neuen bzw. seinen überarbeiteten Modellen nun mehr auf Sportlichkeit als auf Komfort oder Luxus. Das gilt auch für den Vantage. Nach dem Coupé kommt jetzt der "Roadster" auf den Markt. Kann der Zweisitzer in der offenen Version überzeugen? 

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Die äußeren Umstände sind schon ziemlich günstig: frühlingshafte Temperaturen, blau-weißer Himmel und wunderbare Straßen mit tollen Ausblicken im österreichisch-deutschen Grenzgebiet. Ach ja – und das Fahrzeug trübt die Freude auch nicht gerade. Es ist der neue Vantage Roadster, der in diesen Tagen in Deutschland auf den Markt kommt.
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Das heißt, wir fahren ein Sport-Cabrio der Luxusklasse, mit V8-Motor, 665 PS Leistung und 800 Newtonmetern Drehmoment und das alles verpackt in umwerfendes Design. Dafür kann man dann auch schon mal großzügig über den Grundpreis von 213.000 Euro hinwegsehen. Wie würde ein bekannter Fußballtrainer sagen: schockverliebt!


Aston Martin Vantage Roadster (2025)

Aston Martin Vantage Roadster 2025 Bildergalerie

Aston Martin Vantage Roadster: Offene Variante kommt

Aber bleiben wir sachlich. Knapp ein Jahr nach der Präsentation des Coupés schicken die Briten ab sofort die offene Variante nach Deutschland. Und ja, es ist im Kern "nur" ein überarbeitetes Modell, denn der Sportler feierte sein Debüt ja schon 2018 (als Coupé) bzw. 2020 (als Roadster). Trotzdem hat man zu keiner Zeit das Gefühl, in einem veralteten Fahrzeug zu sitzen, dafür haben die Ingenieure und Techniker in der Zentrale im britischen Gaydon zu gute Arbeit geleistet, unter anderem mit modernem Infotainment und diversen Karosserie- und Fahrwerksversteifungen.

Im Vergleich zum Coupé verfügt der Roadster zudem über eine neu kalibrierte Software für die hinteren Stoßdämpfer und neu abgestimmte Halterungen für das hinten montierte Getriebe. Hinzu kommen 40 Zentimeter große Bremsscheiben vorn und 36 Zentimeter große Bremsscheiben hinten. Gegen Aufpreis sind auch Carbon-Keramik-Bremsen erhältlich.

Aston Martin Vantage Roadster

Aston Martin hat sich seit dem Einstieg des kanadischen Multimilliardärs Lawrence Stroll, er besitzt rund ein Viertel der Unternehmensanteile und ist auch maßgeblich am Formel-1-Rennstall der Marke beteiligt, von einer vor allem auf Luxus und Design zu einer mehr auf Performance ausgerichteten Marke gewandelt. Was man allen Modellen und speziell dem Vantage auch anmerkt.

So lässt sich selbst das Cabrio äußerst sportlich um die Kurven lenken. Das Gewicht des dank Alu-Struktur nur knapp 1,7 Tonnen wiegenden Zweisitzers verteilt sich zu 49 Prozent auf die Vorder- und zu 51 Prozent auf die Hinterachse, echte Traumwerte. Das Fahrzeug klebt auf seinen 21-Zoll-Michelin-Reifen förmlich auf der Straße. Die ZF Achtgangautomatik, immer noch mit das Beste, was der Markt zu bieten hat, wechselt schnell, exakt und fast immer zum richtigen Zeitpunkt die Gänge. Es gibt zudem fünf Fahrmodi, neben Sport, Sport Plus, Track und Nass auch eine Individualeinstellung, wobei jeweils Motor, Lenkung und Fahrwerk angepasst werden.


Aston Martin Valiant

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Aston Martin Vantage Roadster: Schnellste Faltdach

Aber es geht ja trotz des potenten Vierliter-Achtzylinders unter der schönen Motorhaube gerade beim Roadster nicht um Vmax oder Kurvenhatz auf der letzten Rille. Der Spirit liegt vielmehr darin, das Grummeln des AMG-Motors unter freiem Himmel zu erleben, die Beschleunigung und jede Kurve zu genießen. Laut Aston Martin öffnet sich das achtfach isolierte, "schnellste Faltdach auf dem Markt" in 6,8 Sekunden und bis Tempo 50.

Fun Fact: Wer mit dem Vantage aus dem Stand auf Tempo 100 geht, benötigt mit 3,6 Sekunden nur rund die Hälfte dieser Zeit. Dieses Paket aus Lebensgefühl und Dynamik sollte uns doch die schlappen 15.000 Euro Aufpreis im Vergleich zum übrigens lediglich 60 Kilo leichteren Coupé allemal wert sein.


Aston Martin Vanquish (2025)

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Nicht zuletzt überzeugt der Vantage auch in der Roadster-Version offen wie geschlossen durch sein betörendes Design. Vielleicht ist die klassisch-sportliche, aber gleichzeitig auch distinguierte Linienführung sogar mit das stärkste Argument für einen Kauf. Und natürlich die Tatsache, dass man einen "Aston" nun wirklich nicht an jeder Straßenecke sieht.

Gerade mal 1.600 Exemplare der Marke wurden im vergangenen Jahr insgesamt auf dem europäischen Kontinent verkauft. Großbritannien als Heimatmarkt nicht mitgezählt. Wir erhalten während unserer Testfahrt ob unserer Wahl jedenfalls einige Male in Gesten und Worten (unverdienten) Applaus von anderen Autofahrern.


Aston Martin Valhalla (2025)

Aston Martin Valhalla (2025) Bildergalerie

Ein Porsche 911 mag perfekter sein, ein Ferrari im Auftritt dramatischer, beide auf dem Rundkurs schneller – der Vantage bietet dafür britisches Flair, gepaart mit einem Hauch von Understatement. Eine durchaus verführerische Kombination, wenn man über Kleinigkeiten wie den Preis, den hohen Praxisverbrauch und den mit 200 Litern arg klein geratenen Kofferraum hinwegsehen kann. Also wir könnten – wenn unser Konto das nötige Kleingeld aufweisen würde.


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