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Fahrbericht Nissan Qashqai e-Power: Der mit dem gewissen Etwas

Die Technik im neuen Nissan Qashqai e-Power findet Anklang bei einem ersten Test.
© Foto: Timo Bürger / AUTOHAUS

Einen Verbrenner und einen Elektromotor hat der neue Nissan Qashqai verbaut – aber die arbeiten anders als üblich zusammen. AUTOHAUS war auf einer ersten Testfahrt unterwegs.


Datum:
15.07.2022
Autor:
Timo Bürger/AUTOHAUS
Lesezeit:
2 min
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Der Nissan Qashqai ist eine Erfolgsgeschichte: Seit 2007 ist das japanische Kompakt-SUV auf dem Markt. Drei Millionen des Japaners sind in Europa verkauft worden, laut Nissan sind immer noch zwei Millionen Fahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs. Mit einem Aufsehen erregenden Antrieb für dieses Fahrzeug will der japanische Autobauer nun die Story weitererzählen.


Nissan Qashqai e-Power (2022)

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Nissan e-Power ("der letzte Verbrenner vor dem Elektroauto") nennen die Ingenieure den neu konzipierten Antrieb. Anders als bei herkömmlichen Hybridsystemen erzeugt hier ein 158 PS starker Verbrennungsmotor mit variablem Verdichtungsverhältnis den Strom und speist (wie ein Generator) damit den umgerechnet 190 PS starken Elektromotor und/oder Batterie.

Die Räder werden elektrisch angetrieben, die Batterie muss nicht – wie bei Plug-in-Hybriden – von extern geladen werden. Aber klar – ein Null-Emissionsauto ist dieser Nissan nicht. Anders als bei einem Range Extender (der erst aktiv wird, wenn die Batterie so gut wie leer ist), schaltet sich hier der Benziner bereits beim starken Beschleunigen oder bei Tempi jenseits von 60 km/h ein.

Linear Tune nennt Nissan die Technik, die den berühmt-berüchtigten "Gummiband-Effekt" (Diskrepanz zwischen Motordrehzahl und Geschwindigkeit) vermeiden soll. Das System regelt die Drehzahl des Verbrenners schrittweise und eliminiert so dieses unerwünschte Phänomen.


Nissan Juke Hybrid (2022)

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Und dieses System funktioniert einwandfrei, wie AUTOHAUS bei einer ersten Testfahrt feststellen durfte. Das C-SUV gleitet äußert geschmeidig und leise über die Straßen, das volle Drehmoment steht sofort zur Verfügung. Einzig bei beherzten Tritt aufs Pedal ist der Motor akustisch doch deutlich zu vernehmen. Unkompliziert ist e-Power trotzdem – der Fahrer muss ich weder um den Ladezustand der Batterie, den Fahrmodus oder die Reichweite kümmern. Letztere liegt bei bis zu 1.000 Kilometern – bei den angezeigten 4,8 Litern Durchschnittsverbrauch ist das durchaus drin.

Einen Schalter, um in den EV-Modus (vorausgesetzt, der Ladezustand der Batterie lässt es zu) zu wechseln, bietet Nissan trotzdem an – ebenso wie das zuschaltbare "e-pedal". Damit nimmt die Rekuperationsleistung deutlich zu, das Fahrzeug lässt sich quasi mit nur einem Pedal steuern (und vor allem bremsen).

Nissan Qashqai Fahrbericht: Der Mittäter

Ansonsten überzeugt der Nissan Qashqai als absolut Schickschnack-freies Auto. Die Informationen sind klar und verständlich dargestellt und überfrachten bzw. überfordern den Fahrer nicht, die verwendeten Materialien fassen sich wertig an, insgesamt macht das Interieur einen soliden und erlesenen Eindruck.

Kleiner Wermutstropfen: Ein Elektroauto ist der mindesten 41.360 Euro teure Nissan Qashqai e-Power nicht – er wird als Hybridfahrzeug eingestuft, kommt also nicht für eine etwaige staatliche Förderung in Frage. Der Vorverkauf ist bereits gestartet, ab September werden die Fahrzeuge bei den Händlern stehen.

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