-- Anzeige --

Verband feiert 25-jähriges Jubiläum: "Den VMF zu gründen, hat sich gelohnt"

Frank Hägele
VMF-Chef Frank Hägele blickte in seiner Rede auf die Highlights der Verbandsgeschichte zurück.
© Foto: VMF

Neben einer großen Rückschau auf 25 Jahre Verbandsgeschichte tauschten sich die Jubiläumsgäste über laufende und zukünftige Marktveränderungen aus. Ein Fokus: die chinesischen Autohersteller.


Datum:
07.11.2023
Autor:
red
Lesezeit:
4 min
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Der Verband markenunabhängiger Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) hat in Berlin sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Auf dem Medienschiff "ThePioneer One" kamen rund 100 Mitglieder, Kooperationspartner, Repräsentanten aus der Automobilbranche, Pressevertreter sowie alte Weggefährten zusammen. Die Gäste warfen auf der Spree nicht nur einen Blick zurück auf die Highlights der Verbandsgeschichte, sondern tauschten sich auch über laufende und zukünftige Marktveränderungen aus.

Mit Blick auf die Verbandsgründung im September 1998 sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Hägele: "Wir wollten Themen angehen, die uns intern bewegt haben und die gemeinsam mit vereinten Kräften wesentlich besser gelöst werden konnten, wie die Umsetzung von Standards für die Branche. Die branchenrelevanten Prozesse sollten verbessert und die gesamte Transparenz deutlich erhöht werden, mit signifikanten Vorteilen für unsere Kunden, aber auch für alle Mitgliedsunternehmen." Damals habe die Leasingquote bei circa 19 Prozent gelegen, und die Rückgabe von Fahrzeugen und die Bewertung von Schäden seien ein noch weitestgehend rudimentär beschriebenes Feld gewesen.

Mehr zum Thema:

Das wollte der VMF ändern – mit Erfolg. Hägele: "Wir haben uns als Berater zu mehr Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Fuhrpark gesehen und hatten und haben dabei hohe Ansprüche, die wir durch einen Aktivitäten-Dreiklang erfüllen wollten und zum größten Teil auch konnten: Analysen und Studien, Vernetzung von Experten aus Industrie und Branche sowie die Unterstützung und Moderation von Veränderungen durch Branchenstandards und Werkzeuge."

Der "Faire Rücknahmeprozess" und mehr

Gemeinsam mit verschiedenen Partnern hat der Verband so im Laufe der Jahre zahlreiche Studien zu hochaktuellen Themen erstellt. Dazu gehörten beispielsweise der Umweltschutz im Fuhrpark, dem man sich bereits 2008 widmete, der Rücknahmeprozess von Leasingfahrzeugen, sowie ganz aktuell das Auto-Abo, Wertstrategien der Hersteller und eine Analyse der Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes.

Vernetzung und Erfahrungsaustausch fand in internen Arbeitskreisen, interdisziplinären Projektteams mit Kolleginnen und Kollegen aus Mitglieds- und Partnerunternehmen, rund 60 Mitgliederversammlungen sowie in insgesamt 15 Branchenforen statt – mit vielen Vorträgen zu operativen und strategischen Themen, Keynotes zu Leitthemen des VMF und dem Austausch mit Persönlichkeiten aus der Automobilindustrie wie auch Wissenschaftlern und Fachexperten verschiedener Branchen.

Auch interessant:

Zu den Highlights in der VMF-Historie gehören sicherlich die entwickelten Branchenstandards. "Veränderungen und Verbesserungen von Prozessen waren uns von Anfang an ein wichtiges Anliegen. Kundenbefragungen und Studien sowie die Expertise von Premiumpartnern waren oft die Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung richtungsweisender Branchenstandards, dokumentiert durch Qualitätssiegel und praxisnahe Werkzeuge", betonte Hägele. Der Ansatz: Fuhrparkstandards setzen und durch konzentrierte Aktionen die Qualität des Angebotes im Fuhrparkmanagement nachhaltig verbessern. Im Laufe der Jahre sind somit neben dem Qualitätssiegel "Die Faire Fahrzeugbewertung VMF" auch die Standard-Fuhrparkausschreibung, das Siegel „"Die Faire Fahrzeugrückgabe VMF" und "VMF Service Plus – der automatisierte Prozess bei Wartung & Inspektion" entwickelt worden.

Chancen und Risiken durch chinesische Hersteller

Neben der Rückschau lag das Augenmerk der Jubiläumsveranstaltung auf aktuellen Begebenheiten sowie auf einem Blick in die Zukunft. Im Rahmen einer engagiert geführten Podiumsdiskussion mit Moderatorin Chelsea Spieker legten Rebecca Hübler (Executive Director Sixt), Philipp Hempel (Senior Director Sales MG Motor Deutschland) und Steve Reichert (Senior Manager Retail, Fleet & Mobility MHP) ihre verschiedenen Perspektiven über den Markt und die neuen Autohersteller aus China dar. Der Tenor: Chinesische Marken seien eine ernstzunehmende Konkurrenz für deutsche Hersteller, ein wesentlicher Fokus müsse aber noch auf die Vertriebsmodelle, den Service und die Prozesse mit Marktteilnehmern wie Leasing- und Vermietgesellschaften gelegt werden. Durch Impulse und Fragen der Gäste wurde auch angeregt über den Aftersales und die Restwerte von E-Fahrzeugen gesprochen.

"Klar ist, dass sich langfristig nicht alle chinesischen Marken durchsetzen werden, viele sind aber gekommen, um zu bleiben", erklärte Hägele, der final zusammenfasste: "Die Initiative, den VMF zu gründen, hat sich gelohnt." Der Verband gebe den Kunden aller Mitgliedsgesellschaften, aber auch den Mitgliedern selbst und Premiumpartnern signifikanten Nutzen. "Wir freuen uns auf die nächsten Jahre und die weitere Zusammenarbeit."

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.