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Dienstwagen: Gewinner und Verlierer des 1. Halbjahres

Dienstwagen: Gewinner und Verlierer des 1. Halbjahres
Die automobile Großwetterlage sah für das ersten Halbjahr 2023 sehr gut aus – wenn man sich nur auf den Bereich der Fuhrparks konzentrierte 
© Foto: Autoflotte

Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg zählt fleißig die Neuzulassungen. Der Bereich der Dienstwagen wuchs im ersten Halbjahr sehr stark - das sind die beliebtesten Dienstwagen.


Datum:
10.07.2023
Autor:
Rocco Swantusch
Lesezeit:
2 min
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Der Juni lief richtig klasse für alle jene, die mit den Gewerbekunden ihre Geschäfte machen. Laut den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden allein im sechsten Monat des Jahres fast 98.000 Fahrzeuge an Firmen und Selbstständige zugelassen. Im Vorjahr waren es zur gleichen Zeit nur gut 70.200. Ein riesiger Sprung also, der für die Lieferfähigkeit der Autohersteller spricht. Wurden in der Chip-Mangellage vor allem die Premium-Modelle vom Band gelassen, sind es mittlerweile wieder die Volumenmarken, die stark zulegen: Primus VW und Skoda wachsen im Juni um 43 respektive 50 Prozent. Das Premium-Trio Mercedes-Benz, Audi und BMW wiederum sendet unterschiedliche Signale: 71 Prozent, 60 Prozent, 9 Prozent. Das sind die Werte hinter Stuttgart, Ingolstadt, München

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Aber blicken wir mal auf die Halbzeit-Bilanz des Flottenjahres 2023, also auf jene Zugänge in den Firmenfuhrparks. In Summe lag das Plus über alle Anbieter bei knapp 24 Prozent (484.000 gegenüber 391.000 Zulassungen). Legten im vergangenen Jahr vor allem die Importeure zu – da sie in sich auftuende Lücken im Fuhrpark stoßen konnten – wachsen in diesem Jahr sowohl die heimischen Produzenten wie auch die Importeure gleich stark. Damit enden aber bereits die Gemeinsamkeiten.


Flottenzulassungen Hersteller 1. Halbjahr 2023

Opel Corsa Rally Electric Bildergalerie

Fuhrpark: Hersteller

Unter den hiesigen Herstellern legte die mittlerweile ins Lager der Luxusmarken gezogene schwäbische Instanz Mercedes-Benz am stärksten in der Zulassungs-Rallye zu und verkaufte im halben Jahr fast 60.000 Einheiten an Fuhrparks (plus 46 Prozent). Platz zwei im Wachstums-Ranking holte der Primus VW mit 36 Prozent und über 101.000 Neuzugängen. Es folgen die beiden Konzerntöchter Audi (31,6 Prozent, 48.000 Zulassungen) und Porsche (27 Prozent, 4.900 Zulassungen). Ford wächst in der Statistik immerhin noch leicht (5 Prozent, 25.200 Zulassungen), BMW verharrt (0,2 Prozent, 42.700 Zulassungen) und Opel holt das phantastische Vorjahr ein, denn die Hessen schrumpfen sogar (-3,5 Prozent, 26.800 Zulassungen).


Fuhrpark-Stars im Juni 2023

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Fuhrpark: Importeure

Bei den Importeuren wird es kleinteiliger, deshalb lohnt hier die Unterteilung nach Größe und Wachstum. Skoda thront über allen und ist mit 47.000 Einheiten sowie 55 Prozent Wachstum ein Monolith. Die Schwester Seat folgt mit Abstand (20.100 Zulassungen, -2,8 Prozent). Dann bremst sich schon Tesla ein. 14.600 Einheiten bedeuten ein Plus von 221 Prozent im ersten Halbjahr 2023. Toyota ist der letzte im Bunde der “fünfstelligen Lieferanten”. 10.200 Einheiten waren fast 9 Prozent über Vorjahr. 


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KBA-Zulassungen: Weitere Importeure

Im Cluster von 6.000 bis 10.000 Neuzulassungen bleibt Hyundai (9.400) vor Kia (8.500), allerdings schrumpfte der erstgenannte (-6,6 Prozent) und kletterte der zweite (24 Prozent). Volvo (8.400) und Renault (8.200) folgen, allerdings mit ähnlichen Ausschlägen – plus 20 Prozent und minus 25 Prozent. Peugeot (6.300, 23 Prozent) schiebt sich an Fiat (6.600, -9 Prozent) heran, dann folgt das Quartett Mazda (4.800), Mini (4.700), Dacia (4.200) und Citroen (4.100). Alle wachsen, wobei die Japaner die größten Schritte vollziehen (120 Prozent).

Die größten Ausschläge in der Spanne von 1.000 bis 2.500 Einheiten legten MG (1.800 Einheiten, 280 Prozent) und Suzuki (1.100, 132 Prozent) hin, ins Negative drehten Smart (- 40 Prozent, 1.900) und Jeep (-33 Prozent, 1.000). Alfa Romeo (840 Einheiten, 126 Prozent) und Maserati (250 Einheiten, 71 Prozent) sendeten Lebenszeichen, während das Gros der neuen Marken wie Nio, BYD oder Great Wall für die Statistiker erst im kommenden Jahr zur vergleichbaren Größe werden.

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