Der estnische Mobilitätsanbieter Bolt und der chinesische Robotaxi-Spezialist Pony.ai wollen gemeinsam einen autonomen Fahrdienst in Europa starten. Die Chinesen steuern die Technik für hochautomatisiertes Fahren bei, Bolt stellt sein App-Ökosystem zur Verfügung.
Geplant sind vollständig fahrerlose Fahrzeuge, die ohne menschlichen Sicherheitsfahrer auskommen sollen – allerdings zunächst nur in klar definierten Einsatzgebieten. Erste Pilotstädte sollen sowohl in EU-Mitgliedstaaten als auch in anderen europäischen Ländern liegen, der Start der Testphase ist ab 2026 vorgesehen.
Bolt in über 50 Ländern aktiv
Die geplanten Level-4-Robotaxis können in bestimmten Zonen und unter festgelegten Bedingungen selbstständig fahren. Ein menschlicher Fahrer für Notfälle muss nicht zwingend an Bord sein, alternativ ist die Überwachung aus der Ferne möglich. Auf welche Fahrzeugmodelle Pony.ai bei der Aufrüstung setzt, ist noch unklar – unter anderem zählen Toyota bZ4X und diverse Modelle chinesischer Hersteller zum Robo-Fuhrpark des Unternehmens, das nach eigenen Angaben mehr als 55 Millionen Test- und Einsatzkilometer auf öffentlichen Straßen vorweisen kann.
Bolt, 2013 in Estland gegründet, ist nach eigenen Angaben in über 50 Ländern und 600 Städten aktiv und bedient mit Ride-Hailing, Carsharing, E-Scootern und Lieferdiensten mehr als 200 Millionen Kundinnen und Kunden.