Nach der Ruhe folgt bekanntlich der Sturm. Es wird "Ravalig" könnte man sagen, wenn man am diesem Donnerstag Gast auf der Bilster Berg gewesen ist. Hier fallen im Herbst nicht nur die Blätter, sondern auch die Cupra-Modelle über den legendären privaten Renn-Circuit herein. "Autoflotte Fuhrpark-Tag – mit Cupra auf Erfolgskurs", so das Motto dieses besonderen Tages bei Bad Driburg im Teutoburger Wald.
Unter Anleitung der Instruktoren Friedhelm und Christoph und mit Tipps des ehemaligen Rennfahrers Sebastian Stahl im Ohr begann für die Fuhrparkleiter und Fuhrparkleiterinnen der Nachmittag mit der Kurvenjagd.
Parallel konnten die Fuhrparkverantwortlichen beim abermals ausgebuchten Event in den zahlreichen Modellen der Iberischen Marke Platz nehmen, um etwa den neuen Raval einmal selbst auszufahren. Der City-Flitzer mit Kompaktklassen-Attitüde zeigt, wie man auch innerhalb des VW-Konzern ein eigenes Markenimage auf die Straße bekommt.
Autoflotte Fuhrparktag mit Cupra 2026
Was Cupra der Flotte bietet
Was Cupra alles Flottenbetreibern und Fuhrparkleiter bietet, erklärte zunächst Christian M. Voß, Head of Fleet bei Cupra. In die lohnenswerte Detailtiefe der Modelle ging im Anschluss Steffen Enzenauer, Head of Product, Price & eMobility bei Cupra, ein. Der Grad der Individualisierung ist immer wieder beeindruckend und Teil des Erfolgs der Spanier in den deutschen Fuhrparks.
Genau diesen messen die Statistiker bei Dataforce für den Flottenmarkt. Michael Gergen, Senior Customer Services Specialist bei Dataforce, richtet seinen Blick auf den gesamten Pkw-Markt. Die Zahlen zeigen ein differenziertes Bild: Während sich der Privatmarkt deutlich erholt, bleibt der Flottenmarkt auf hohem Niveau stabil.
Cupra Raval VZ (52 kWh)
Besonders sichtbar wird dabei der Wandel der Antriebe. Elektrofahrzeuge haben sich inzwischen zur stärksten Kraftstoffart im Flottengeschäft entwickelt, während die Bedeutung klassischer Verbrenner, vor allem Diesel, weiter zurückgeht. Gleichzeitig gewinnen chinesische Hersteller spürbar an Marktanteilen und erhöhen den Wettbewerbsdruck auf die etablierten Marken.
Um dem als arrivierter OEM zu begegnen helfen zuverlässige Handels- und Servicepartner wie auch Produkte, die eine besondere Geschichte erzählen, wie jene von ABT. Dass Dienstwagen für viele Nutzer mehr sind als reine Arbeitsmittel, verdeutlichen jene Cupra-Boliden, die ihre ABT Sportsline bezogen haben.
Das Unternehmen schlägt die Brücke vom Motorsport zur Flotte und zeigt, wie sich Fahrzeugveredelung inzwischen in Leasingmodelle integrieren lässt. Die Botschaft von Florian Zittra, Gebietsleiter Nord/Ost bei ABT, hieß demnach: Fahrspaß und Wirtschaftlichkeit müssen sich nicht ausschließen.
Markttrends und digitale Fuhrparksteuerung
Apropos Wirtschaftlichkeit. Finanzierung heißt gerade bei E-Modellen im Flottenkontext fast immer Leasing. Matthias Günther, Leiter Region Mitte, sowie Andreas Schmidt, Leiter Region Süd-West bei VW Leasing, zeigten, wie Digitalisierung und vernetzte Prozesse die Verwaltung großer Fahrzeugbestände vereinfachen.
Im Mittelpunkt stehen digitale Self-Services, Fuhrparkplattformen, zentrale Datenhaltung sowie die Bündelung von Werkstatt-, Tank-, Lade- und Leasingprozessen in einer Anwendung.
Das alles spiegelt den Arbeitsalltag der Fuhrparkverantwortlichen wider, dem am Nachmittag der fahraktive Teil folgte. Damit spannt der Fuhrpark-Tag abermals einen weiten Bogen: von Markttrends und Elektrifizierung über digitale Fuhrparksteuerung bis hin zur Emotionalität des Fahrens.
Und nachdem die letzten Diagramme erklärt und die wichtigsten Fragen beantwortet waren, wartete die eigentliche Bühne des Tages auf die Flottenprofis: die 4,2 Kilometer Asphalt des Bilster Bergs. Dort wandelte sich die Theorie aus Zahlen, Konzepten und Strategien zu sehr konkretem Fahrspaß mit Kuppen und Kurven.