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Mercedes EQV und V-Klasse: Elektrische Sänfte

11.03.2024 13:41 Uhr | Lesezeit: 3 min
Der Mercedes EQV erhält, wie die V-Klasse, ein umfangreiches Update.
© Foto: Mercedes

Bevor der größte elektrische Mercedes-Pkw in zwei Jahren eine eigene Plattform bekommt, geht der aktuelle EQV mit einem umfangreichen Update in sein Finale. Die Änderungen gelten auch für die Diesel- und Benzinmodelle.

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Die V-Klasse von Mercedes, deren vollelektrisches Pendant EQV heißt, ist überall präsent. Ob als komfortables Hotel-Shuttle für den standesgemäßen Transport vom Privatjet zur Rezeption einer Luxusherberge, als rollendes Büro mit Wohlfühlsitz zur Konferenz, aber auch als Dienstwagen für uniformierte Spezialeinheiten, die nicht nur in Netflix-Thrillern, sondern auch im echten Leben Jagd auf böse Menschen machen. Natürlich aber ist die Großraumlimousine auch bei Familien beliebt, passen doch allerlei Freizeitutensilien in den luftigen Innenraum, wenn nicht alle acht Sitze besetzt sind. Allen diesen Kunden ist gemeinsam, dass sie recht tief ins Bankkonto oder den Steuersäckel eintauchen müssen. Schließlich zählen EQV und seine Verbrenner-Brüder zur Luxusklasse mit dem "Stern".

Der elektrische EQV muss noch zwei Jahre mit der Hypothek leben, dass er ursprünglich von der V-Klasse mit Benzin oder Diesel und letztlich auch vom nüchternen Nutzfahrzeug Mercedes Vito abstammt. Weil in zwei Jahren die speziell für E-Autos entwickelt neue Architektur "Van.EA" erscheinen wird, gelten die jetzt erneuerten Modelle als eine Art Brücke in die nicht mehr ferne Zukunft. Sie nehmen heute schon gesteigerte Hochwertigkeit in Technik, Ausstattung und Design vorweg, um endgültig die Luxusklasse unter den Großraumlimousinen zu besetzen. Das Batterie-Paket im Untergeschoss soll dann für eine Reichweite bis zu 500 Kilometern sorgen und beim künftigen autonomen Fahren bis 2030 auf das Level 3 kommen, in dem das Auto selbstständige Fahraufgaben übernehmen kann.

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Doch so weit sind wir noch nicht. Der EQV 2024 hat viel von der bisherigen Technik übernommen. Batteriegröße (60 oder 90 kWh) und Ladetechnik (bis 110 kW) bleiben unverändert. Dank eines verbesserten Temperaturmanagements konnte die Reichweite zwar nicht wesentlich gesteigert, aber doch stabilisiert werden. Als "neu" erkennbar ist der Stromer durch die Frontpartie und seine schwarz unterlegte Fläche hinter dem angedeuteten Kühlergrill, dessen Umrandung je nach Ausstattung beleuchtet werden kann. Besonders elegant wirken die Multibeam-LED-Scheinwerfer, die in teureren Versionen serienmäßig die Nacht zum Tag machen. Neu am Heck ist eine Chromspange unter der riesigen dunklen Heckscheibe, die die Mercedes-Benz Schriftzug trägt.


Mercedes EQV und V-Klasse - Update

Mercedes EQV und V-Klasse (2025) Bildergalerie

Alle derzeit denkbaren Helferlein sind an Bord

Erste Sitzprobe in Reihe 2, die mit zwei Einzelsesseln bestückt ist. First-Class-Möblierung zum entspannten Ausstrecken der Beine, bis hin zu einer höhenverstellbaren Fußablage. In der fein bespannten Mittelkonsole sind zwei speziell magnetisierte Flächen bestellbar, auf denen Champagner-Gläser mit metall-verstärktem Fuß auch in Kurven oder beim Bremsen sicheren Halt finden. Wenn in der Aufpreisliste angekreuzt, sorgen Heizung, Kühlung und Massage der Sitze für noch mehr Behagen. Elektrisch bedienbare Schiebetüren auf beiden Seiten unterstreichen den gewünschten Komfort.

S-Klasse im Kleinbus-Format

Das Cockpit, dessen Umrandung jetzt Holzoptik bietet, wird vom bekannten MBUX-Look mit seiner Kombination aus zwei 12,3-Zoll-Monitoren beherrscht. Natürlich übernimmt das neueste Infotainmentsystem die musikalische Unterhaltung, ist stets mit der virtuellen Umwelt vernetzt und erledigt auch die Steuerung zum Beispiel des Navigationssystems. In Summe also eine S-Klasse im Kleinbus-Format.

Was auch für das Fahrerlebnis gilt, was schon beim aktuellen Modell galt. Souveräne Übersichtlichkeit, einfache Bedienung, wenn sich der Händler bei der Übergabe des Neuen mit viel Zeit den Funktionen der zahllosen Knöpfe und Schalter widmet. Verfeinerte Assistenzsysteme sorgen für einen elektronischen Schutzschirm, alle derzeit denkbaren Helferlein sind an Bord, manche sogar serienmäßig. Und dann diese fast himmlische Stille, die den Luxus-Van auszeichnet. Reisen wie Gott in Frankreich hat eine deutsch-schwäbische Variante. Selbst das ohnehin flüsterleise Singen des E-Motors bleibt da weitgehend außen vor.

All diese Segnungen gelten auch für die weiterhin präsenten Verbrennermodelle, denen der Mercedes-übliche Wumms großer Limousinen weiterhin versagt bleibt. Die Leistungsausbeute der Zwei-Liter-Vierzylinder (drei Diesel, ein Benziner) reicht aber allemal aus. Allrad ist nur für die Selbstzünder zu haben. Wenn in zwei Jahren der EQV auf die Räder gestellt wird, wird es auch für den neuen Stromer eine solche Variante geben. Dazu wird ein zweiter Motor am Heck montiert, die den Antrieb der Hinterachse übernimmt.


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